Schlagzeilen und Ereignisse zu Otto Schily

1.3.1971

Bei der Prozesseröffnung gegen den Terroristen Horst Mahler, der wegen versuchten Mordes angeklagt wird, lehnt der Rechtsanwalt Otto Schily das Schwurgericht wegen Befangenheit ab und beantragt, das Verfahren einzustellen. Laut Schily machen die "Pressekampagne" und abwertende Äußerungen von Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) im Vorfeld der Verhandlung einen fairen Prozess unmöglich.

19.6.1972

Wie in Karlsruhe bekannt wird, hat die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit dem bei Ulrike Meinhof gefundenen Kassiber von Gudrun Ensslin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Verfahren richtet sich u.a. gegen den von der Verteidigung Gudrun Ensslins ausgeschlossenen Rechtsanwalt Otto Schily.

13.3.1983

Als Sprechergremium der Grünen im Bundestag werden Petra Kelly, Otto Schily und Marieluise Beck-Oberdorf vom Bundeshauptausschuss der Partei bestätigt.

15.7.1984

In einem im "Gießener Anzeiger" veröffentlichten Interview mit dem Grünen-Politiker Otto Schily rät dieser seinen Parteifreunden, auf eine Koalition mit den Sozialdemokraten hinzuarbeiten.

16.12.1984

Die Grünen von Nordrhein-Westfalen beschliesen, ihren Bundestagsabgeordneten Otto Schily zunächst von der für März 1985 vorgesehenen Rotation auszunehmen, bis die Zeugenvernehmung im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Flick-Affäre abgeschlossen ist.

5.2.1985

Als erster Bundestagsabgeordneter der Grünen legt Gert Janssen zum 1. März gemäs dem sog. Rotationsprinzip das Mandat nieder. Mit Ausnahme von Petra Kelly folgen bis September alle Parlamentarier diesem Beispiel. Bei Otto Schily wird die Rotation aufgeschoben, da er im Flick-Untersuchungsausschuss weiterarbeiten soll.

24.2.1986

Die Staatsanwaltschaft Koblenz nimmt aufgrund einer Anzeige des Bundestagsabgeordneten Otto Schily (Grüne) ein Ermittlungsverfahren gegen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) wegen uneidlicher Falschaussage vor dem Parteispendenausschuss des Landtages von Rheinland-Pfalz auf. Am 20. Mai wird das Verfahren eingestellt.

13.3.1986

Der Bundestag in Bonn debattiert über den Abschlusbericht des 1983 eingesetzten Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Parteispendenaffäre. In einer Stellungnahme stellt der Grünen-Abgeordnete Otto Schily fest, der "fehlende Bruch in der Kontinuität" sei angesichts der "düsteren und kriminellen Vergangenheit" des Flick-Konzerns der "schlimmste" feststellbare Tatbestand gewesen.

4.2.1987

Die Bundestagsfraktion der Grünen benennt ihre drei neuen Sprecher. Dabei kommt es zu einer Kampfabstimmung zwischen Thomas Ebermann und Otto Schily, aus der Ebermann als Vertreter des fundamentalistischen Flügels der Grünen als Sieger hervorgeht. Außerdem werden Waltraud Schoppe und Bärbel Reist gewählt.

28.1.1989

In Bad Neuenahr wählen die Grünen im Bundestag Antje Vollmer, Helmut Lippelt und Jutta Oesterle-Schwerin zu ihren neuen Sprechern. Die prominenten "Realos" Petra Kelly und Otto Schily scheitern mit ihren Kandidaturen.

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