Schlagzeilen und Ereignisse zu Philipp Scheidemann

17.2.1912

Wilhelm II. lehnt den Empfang des Reichspräsidiums ab, da Vizepräsident Philipp Scheidemann (SPD) nicht am Audienzbesuch teilnehmen will. Der Kaiser ist nur gewillt, das gesamte Präsidium zu empfangen.

17.5.1912

In seiner Rede vor dem Reichstag richtet der sozialdemokratische Abgeordnete Philipp Scheidemann heftige Angriffe gegen die Politik von Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg. Anlass dafür sind die Vorgänge in Elsass-Lothringen und das Verhalten Wilhelm II. gegenüber dem Bürgermeister von Straßburg.

11.12.1913

Die 110köpfige Reichstagsfraktion der SPD wählt in Berlin den sozialdemokratischen Politiker Philipp Scheidemann als Nachfolger des am 13. August verstorbenen August Bebel zu ihrem Vorsitzenden. Scheidemann gehört dem Reichstag seit 1903 und dem SPD-Parteivorstand seit 1911 an.

6.11.1914

In Berlin informiert der deutsche Innenminister Clemens Delbrück die Führer der Reichstagsfraktionen von einer bevorstehenden Neuorientierung der deutschen Politik. Nach der vertraulichen Unterredung verzichtet die SPD, aus deren Reihen Hugo Haase und Philipp Scheidemann an dem Treffen teilnehmen, auf weitere öffentliche Forderungen nach Reformen.

28.12.1914

In verschiedenen Reden zum Jahresende plädiert das sozialdemokratische Vorstandsmitglied Philipp Scheidemann für einen annexionslosen Verständigungsfrieden im Weltkrieg. Scheidemann stellt sich damit gegen die bürgerlichen Reichstagsparteien und die deutsche Reichsregierung, die erhebliche territoriale Kompensationen von den Kriegsgegnern fordern. Innerhalb der SPD unterstützt Scheidemann die sog. Burgfriedenspolitik.

28.3.1915

Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Philipp Scheidemann spricht sich in einer Rede in Nürnberg gegen eine öffentliche Diskussion der Kriegsziele und Friedensbedingungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus.

13.8.1916

Auf einer Großveranstaltung im Zirkus Sarrasani in Dresden erklärt der SPD-Reichstagsabgeordnete Philipp Scheidemann, die SPD wolle zwar den Frieden, aber keinen Frieden um jeden Preis. Eine militärische Niederlage wäre auch eine Niederlage der deutschen Arbeiterklasse.

16.11.1916

Auf einer Großkundgebung der Berliner SPD begrüßt der Reichstagsabgeordnete Philipp Scheidemann die Erklärung des Reichskanzlers vom 9. November. Damit seien neue Möglichkeiten für die Einleitung von Friedensverhandlungen aufgezeigt worden.

15.5.1917

In einer Rede vor dem Deutschen Reichstag warnt der SPD-Abgeordnete Philipp Scheidemann die Reichsregierung vor einer Revolution im eigenen Land, falls die Eroberungspläne weiterhin bestehenbleiben.

3.6.1917

Unter Führung des Abgeordneten Philipp Scheidemann trifft die deutsche Delegation der Sozialdemokraten in Stockholm ein.

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