Schlagzeilen und Ereignisse zu Ramush Haradinaj

4.3.2002

Pristina : Fast vier Monate nach den Parlamentswahlen wählt das Parlament der südjugoslawischen Provinz Kosovo den Chef der Demokratischen Liga Kosovos (LDK), Ibrahim Rugova, zum ersten Präsidenten. Erster Regierungschef wird Bajram Rexhepi, dessen Demokratische Partei (PDK) aus der albanischen Untergrundarmee UCK entstanden ist. Zuvor hatten sich die wichtigsten Kosovo-Parteien - Rugovas gemäßigte LDK und die Nachfolgeorganisationen der Befreiungsarmee UCK, die PDK des früheren UCK-Kommandanten Hashim Thaci und die Allianz für eine Zukunft Kosovos (AAK) des ehemaligen UCK-Führers Ramush Haradinaj - nach monatelangem Streit auf die Machtverteilung verständigt.

8.3.2005

Pristina: Der Regierungschef der südserbischen Provinz Kosovo, Ramush Haradinaj, tritt zurück und reagiert damit auf die Anklage des UN-Kriegsverbrecher-Tribunals in Den Haag. Am folgenden Tag stellt er sich dem Tribunal. Die Anklage wirft dem 35-Jährigen zahlreiche Vergehen im Kampf der kosovarischen Untergrundbewegung UCK gegen serbische Truppen in den Jahren 1998 und 1999 vor.

23.3.2005

Pristina: Das Provinzparlament des Kosovo wählt Bajram Kosumi zum neuen Ministerpräsidenten. Er gehört wie der zwei Wochen zuvor zurückgetretenen Ramush Haradinaj der albanischen Allianz für die Zukunft Kosovos an. Haradinaj hatte sich am 8. März dem UN-Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag gestellt.

7.6.2005

Den Haag: Das UN-Kriegsverbrechertribunal entlässt den ehemaligen Regierungschef des Kosovo, Ramush Haradinaj, unter Auflagen aus der Untersuchungshaft. Dem 35-Jährigen werden Gräueltaten an Zivilisten während des Kosovo-Konflikts 1998/99 vorgeworfen. Haradinaj war im März als Regierungschef des Kosovo zurückgetreten und hatte sich dem Tribunal gestellt.

4.1.2017

Saint-Louis/Frankreich:
Auf dem Flughafen Basel-Mülhausen wird der ehemalige Premierminister des Kosovo und Kommandanten der albanischen UÇK, Ramush Haradinaj, aufgrund eines serbischen Haftbefehls von der französischen Polizei festgenommen. Ihm werden während des Kosovokrieges Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

14.12.2018

Pristina/Kosovo:
Das kosovarische Parlament hat auf Betreiben der Regierung von Ramush Haradinaj (AAK) einstimmig beschlossen, entgegen der UN-Resolution 1244, die bisherige leicht bewaffneten Sicherheitskräfte des Kosovo (FSK) zu den neuen Heeresstreitkräften des Landes, der Ushtria e Kosovës, mit einer Stärke von 5000 Soldaten auszubauen. Bei einer Militärparade nahmen auch 24 US-amerikanische Militärgeländefahrzeuge vom Typ HUMVEE teil, die zuvor geliefert wurden. Die serbische Premierministerin Ana Brnabić drohte am 7. Dezember 2018 mit einer militärischen Intervention: Ich hoffe, dass wir niemals unsere Armee einsetzen müssen, aber zurzeit ist das eine der möglichen Optionen, so Brnabić. Der völkerrechtliche Status des Landes ist umstritten. Im Kosovo sind rund 4030 Soldaten der NATO-Militärmission KFOR, 4700 Polizisten der United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und rund 800 Einsatzkräfte der EULEX Kosovo im Einsatz. UN-Generalsekretär Antonio Guterres kritisierte den Beschluss des Parlaments im Kosovo.

19.7.2019

Pristina/Kosovo:
Ramush Haradinaj tritt als Premierminister des Landes zurück.