Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Rudolf Heß (47)

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14.5.1921

Der bayerische Ministerpräsident Gustav Ritter von Kahr (parteilos) empfängt in München den NSDAP-Propagandaleiter Adolf Hitler und seinen Mitarbeiter Rudolf Heß, um Möglichkeiten zur Sammlung aller "nationalen Kräfte" zu besprechen, da die Reichsregierung die endgültige Auflösung der Einwohnerwehren. fordert.

21.4.1933

NSDAP-Führer Adolf Hitler ernennt Rudolf Heß zu seinem Stellvertreter in Parteiangelegenheiten.

8.7.1933

Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers der NSDAP, untersagt allen NSDAP-Gliederungen Aktionen gegen Warenhäuser und ähnliche Betriebe.

26.9.1933

Auf Weisung von NSDAP-Führer Adolf Hitler ist Rudolf Heß nicht mehr Reichsleiter der NSDAP und SS-Obergruppenführer, sondern nur noch Stellvertreter des Führers. In einem Erlass wendet sich Heß gegen "unwahre Behauptungen" ausländischer Presseorgane, wonach das Deutsche Reich Teile seiner Nachbarländer annektieren wolle.

3.10.1933

Unter Führung von Vizekanzler Franz von Papen (parteilos) wird die Arbeitsgemeinschaft katholischer Deutscher gegründet. Sie soll auf Weisung des Stellvertreters des Führers der NSDAP, Rudolf Heß, die Katholiken für eine "rückhaltlose Mitarbeit" im neuen Staat gewinnen.

4.11.1933

Der Führer der Deutschen Studentenschaft, Oskar Stäbel, untersagt jede Belästigung ausländischer Studierender wegen Nichterweisung des Hitler-Grußes. Einen ähnlichen Aufruf über das Verhalten gegenüber Ausländern hatte bereits am 2. November Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers der NSDAP, erlassen.

24.12.1933

Reichsminister Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers der NSDAP, wendet sich in einer von allen deutschen Sendern und den Radiostationen Pernambuco, Rio de Janeiro und Buenos Aires ausgestrahlten Rede an die Auslandsdeutschen und die deutschen Seeleute. Heß erklärt, das Ziel der Reichsregierung sei es, den Frieden zu bewahren und Europa vor dem "bolschewistischen Chaos" zu retten.

10.3.1934

Reichsminister Rudolf Heß, Stellvertreter des Führers der NSDAP, gewinnt den Zugspitzflug 1934.

9.4.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), gibt in der Presse bekannt, dass Nichtreichsdeutsche auch nicht Mitglieder der NSDAP werden können.

14.5.1934

In Cosel (Kozle) findet in Anwesenheit des Reichsministers und Führerstellvertreters Rudolf Heß (NSDAP) die feierliche Grundsteinlegung für den Bau des Adolf-Hitler-Kanals (Gleiwitzkanal) statt. Er soll das oberschlesische Industriegebiet mit der Oder bei Cosel verbinden und den alten Klodnitzkanal ersetzen.

25.6.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), warnt in Köln in einer Rundfunkrede vor Provokateuren, die unter dem Deckmantel einer "zweiten Revolution" gegen die NS-Führung hetzen.

28.6.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), prangert auf einem Tee-Empfang anlässlich der Tagung der Auslandshandelskammern in Berlin den Boykott deutscher Waren in mehreren Staaten als Einmischung in die inneren Verhältnisse Deutschlands an. Er sagt, der Boykott sei ein zweischneidiges Schwert, das z. B. die ausländischen Juden in Deutschland in eine gefährliche Situation bringen könne.

8.7.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), dankt auf dem Königsberger Gauparteitag den SS-Mannschaften für ihre vorbildliche Pflichterfüllung bei der Niederschlagung der Röhm-Revolte.

23.7.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), unterzeichnet einen Erlass gegen Denunzianten und Ehrabschneider.

27.7.1934

Die Reichspressestelle der NSDAP meldet, dass der Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), künftig an der Bearbeitung von Gesetzentwürfen sämtlicher Reichsressorts zu beteiligen ist. Dadurch soll eine weitere Vereinheitlichung von Partei und Staat erzielt werden.

2.8.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), ordnet nach dem Tod von Reichspräsident Paul von Hindenburg eine 14-tägige Trauer für alle Parteigliederungen (SA, SS, Hitlerjugend, Arbeitsfront, Arbeitsdienst) an. Den gleichen Befehl gibt Reichswehrminister Werner von Blomberg (parteilos) für alle Offiziere der Reichswehr sowie für Beamte im Offiziersrang der Wehrmacht aus.

20.9.1934

Die Pariser Zeitung "L'Intransigeant" veröffentlicht eine Erklärung des deutschen Reichsministers und Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), in der es u.a. heißt: "Eine Verständigung mit Frankreich ist bei gutem Willen auf beiden Seiten meines Erachtens unbedingt möglich."

13.11.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), verbietet jede "Beweihräucherung" führender Parteigenossen.

8.12.1934

Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß (NSDAP), weist in einer Rede in Bochum alles Gerede von einer Kriegsgefahr, die vom Deutschen Reich ausgehe, zurück. Von Krieg redeten vor allem die "Emigranten, die, innerlich und äußerlich vaterlandslos, nur ein Ziel haben, Rache an den Völkern, die sie ausgestoßen haben. Sie können nur im Trüben fischen, sie können als die Verachteten aller Völker nur im Hintergrund sticheln. Sie können hetzen und lügen und mit Kriegsgerede Unruhe schaffen, sonst haben sie keinen politischen Daseinszweck".

14.2.1935

Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Parteiführers Rudolf Heß und in Anwesenheit Hitlers treffen sich in Berlin die Reichsleiter der NSDAP zu einer Konferenz.

12.11.1935

Vier Mitarbeiter der Scherl Druckerei in Berlin werden wegen eines Fehlers im "Berliner Lokalanzeiger" verhaftet. In einer Ausgabe des Blattes wurde eine Rede des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß veröffentlicht. Heß hatte die NSDAP als die "schicksalhafte Freiheitsbewegung des deutschen Volkes" bezeichnet. Im "Lokalanzeiger" las man stattdessen von der "schicksalhaften Freiheitsberaubung" des deutschen Volkes. Die Gestapo glaubt an eine politische Demonstration des Druckereipersonals.

17.11.1935

In einer Rede zum Abschluss des Reichsbauerntages in Goslar bezeichnet Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß die "Erzeugungsschlacht" der deutschen Bauern als "eine Abwehrschlacht gegen den Bolschewismus". Reichslandwirtschaftsminister Richard Walther Darré schiebt die Schuld für die Butterverknappung im Deutschen Reich auf die Weimarer Regierungen.

16.1.1936

In der Berliner Deutschlandhalle fordert der Reichsminister und Stellvertreter des Führers. Rudolf Heß, die Parteigenossen auf, ihre Geschwindigkeit beim Autofahren zu verringern.

9.9.1936

Der Stellvertreter des Führers und Reichskanzlers, Rudolf Heß, eröffnet mit einer Ansprache in der großen Nürnberger Kongresshalle offiziell den Achten Reichsparteitag der NSDAP. Anschließend verliest der Gauleiter von Bayern, Adolf Wagner, die "Proklamation des Führers". Darin wird als neues Vier-Jahres-Programm die möglichst weitgehende Autarkie der deutschen Rohstoffindustrie als Ziel verkündet.

12.6.1938

Auf dem Gauparteitag der NSDAP Pommerns in Stettin erklärt Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, die Tschechoslowakei sei ein "Gefahrenherd für den Frieden Europas".

19.6.1938

Auf dem zehnten Gauparteitag der ostpreußischen NSDAP in Königsberg betont Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, die Zusammengehörigkeit von Partei und Wehrmacht und erklärt, der Nationalsozialismus habe aus einem "Volk der Pazifisten wieder ein Volk der Soldaten gemacht".

1.12.1938

Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, vollzieht in Eger den symbolischen ersten Spatenstich für die Reichsautobahn im Sudetenland.

14.12.1938

Durch einen Erlass des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, wird der Sicherheitsdienst (SD) des Reichsführers SS zum alleinigen politischen Nachrichtendienst der NSDAP erklärt.

3.2.1939

Führer-Stellvertreter Rudolf Heß vollzieht in Dortmund den ersten Spatenstich zum Bau einer Gemeinschaftssiedlung für 20 000 Menschen.

3.3.1939

Ein Erlass des Führer-Stellvertreters Rudolf Heß macht es allen NS-Gauleitern zur Pflicht, sich für die Durchführung der Gemeinschaftsschule anstelle der Bekenntnisschule einzusetzen.

2.7.1939

Auf dem NS-Gautag der Saarpfalz in Kaiserslautern bezeichnet Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, das Weltjudentum und die Freimaurer als die schärfsten Feinde des Deutschen Reiches.

8.12.1939

Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, eröffnet in Gleiwitz den 41 km langen Adolf-Hitler-Kanal.

23.12.1939

Bei der Beantwortung eines Briefes einer werdenden Mutter, deren Verlobter gefallen ist, erläutert Führer-Stellvertreter Rudolf Heß die Einstellung des Staates zu unehelichen Kriegerwitwen.

24.12.1939

Der deutsche Rundfunk stellt sein Festprogramm unter das Motto "Soldatenweihnacht - Volksweihnacht". Um 19.30 Uhr richtet Heeresoberbefehlshaber Walter von Brauchitsch einen Aufruf an die Soldaten, um 21 Uhr spricht Führer-Stellvertreter Rudolf Heß.

1.5.1940

Am nationalen Feiertag des deutschen Volkes ruft der Stellvertreter des Führers und Reichsminister Rudolf Heß zum Beginn des "vierten Leistungskampfes der deutschen Betriebe" auf.

24.12.1940

Anlässlich der zweiten Kriegsweihnacht spricht der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, über den Rundfunk zum deutschen Volk.

13.1.1941

Martin Bormann, Stabsleiter beim "Stellvertreter des Führers", Rudolf Heß, gibt einen Geheim-Erlass an alle Gauleiter zum sog. Klostersturm heraus, vorhandene Klöster sollen demzufolge in nationalpolitische Erziehungsanstalten, Erholungsheime u. ä. umgewandelt werden.

10.5.1941

Rudolf Heß, Stellvertreter des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, fliegt nach Großbritannien. Er will mit britischen Regierungsvertretern eine Übereinkunft bezüglich des deutschen Angriffs auf die UdSSR erzielen; nach seiner Landung in Schottland wird Heß gefangengesetzt.

12.5.1941

Der am 10. Mai nach Großbritannien geflogene und dort gefangengesetzte Rudolf Heß wird aller seiner Ämter enthoben, parteiamtlich wird bekanntgegeben, dass Heß das "Opfer von Wahnvorstellungen" sei und die Parteiführung von seinem Vorhaben nicht informiert gewesen sei.

19.12.1944

Aus London kommen neue Meldungen über Rudolf Heß, den ehemaligen Stellvertreter des deutschen Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, der 1941 als selbsternannter Friedensbote nach Großbritannien geflogen war und seitdem dort interniert ist. Der Geisteszustand von Heß soll sich in letzter Zeit stark verschlechtert haben, er leidet an Neurosen und Verfolgungswahn.

15.1.1979

Der sowjetische Justizminister Wladimir I. Terebilow trifft zu einem fünftägigen offiziellen Besuch in der Bundesrepublik Deutschland ein. Auf Fragen deutscher Pressevertreter nach dem Schicksal des in Spandau einsitzenden Rudolf Heß teilt Terebilow mit, dass für die Moskauer Staatsführung eine Freilassung des früheren NSDAP-Spitzenfunktionärs nach wie vor nicht in Betracht komme.

17.8.1987

Im Kriegsverbrechergefängnis in Berlin Spandau geht der frühere Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß im Alter von 93 Jahren in den Freitod.

14.8.1993

Ungehindert von der Polizei versammeln sich in Fulda rd. 500 Neonazis zu einer Gedenkveranstaltung für Rudolf Heß.

13.8.1994

Die Polizei des Großherzogtums Luxemburg nimmt rd. 100 deutsche Neonazis fest, die dort eine Feier zum Geburtstag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß veranstalten wollten.

13.8.1995

Das Amtsgericht Chemnitz erlässt gegen 55 Rechtsradikale Vorbeugungsgewahrsam. Die Inhaftierten gehören zu einer Gruppe von 80 Personen, die von der Polizei festgenommen wurden, um neonazistische Aktionen zum Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zu unterbinden.

14.8.1999

In Eisenach verhindert die Polizei einen NPD-Aufmarsch anlässlich des Todestages des ehemaligen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß.

20.7.2011

Im oberfränkischen Wunsiedel wird die Grabstätte des 1987 verstorbenen einstigen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß aufgelöst.