Schlagzeilen und Ereignisse zu Salman Rushdie

14.2.1989

Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini ruft zur Ermordung des indischstämmigen britischen Schriftstellers Salman Rushdie auf, der in seinem Buch "Satanische Verse" die religiösen Gefühle der Moslems verletze.

20.2.1989

Die Außenminister der EG-Staaten beschließen in Brüssel, wegen der Morddrohung gegen den anglo-indischen Autor Salman Rushdie alle ihre Botschafter bzw. Geschäftsträger aus Teheran zurückzurufen. Am 21. Februar beruft die iranische Regierung ihre Botschafter aus den EG-Staaten ab.

17.10.1989

Die deutsche Übersetzung von Salman Rushdies "Satanischen Versen" erscheint in von einem Verlegerkonsortium eigens gegründeten "Artikel 19 Verlag".

27.9.1990

Großbritannien und der Iran nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf. Sie waren vor 18 Monaten wegen der Affäre um den britischen Schriftsteller Salman Rushdie unterbrochen worden. Das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Chomeini hatte 1988 zur Ermordung Rushdies wegen seines islamkritischen Buches "Satanische Verse" aufgerufen.

22.10.1990

Die EG-Außenminister heben die Wirtschaftssanktionen gegen die Volksrepublik China ebenso auf wie gegen den Iran, obwohl das iranische Todesurteil gegen den britischen Schriftsteller Salman Rushdie weiterhin besteht.

11.10.1993

Der norwegische Verleger William Nygaard, der 1989 die umstrittenen "Satanischen Verse" des vom iranischen Mullah-Regime zum Tode verurteilten Salman Rushdie herausgab, wird durch Schüsse schwer verletzt.

13.11.1996

Der britische Schriftsteller Salman Rushdie erhält in Kopenhagen den Aristeion-Literaturpreis der EU.

12.2.1997

Teheran: Eine religiöse iranische Stiftung erhöht das 1989 ausgesetzte Kopfgeld für die Ermordung des britischen Schriftstellers Salman Rushdie um 500 000 auf 2,5 Mio. US-Dollar (4,3 Mio. DM). Sein Buch "Die Satanischen Verse" gilt in manchen Kreisen der iranischen Geistlichkeit als gotteslästerlich.

24.9.1998

New York: Der Iran distanziert sich erstmals von dem auf den Schriftsteller Salman Rushdie ausgesetzten Kopfgeld.

16.6.2007

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie wird von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Sein Roman »Die satanischen Verse« hatte die iranische Führung beim Erscheinen 1988 zu einer Fatwa, einer Todesdrohung, veranlasst. Der Autor lebte daraufhin jahrelang unter starkem Polizeischutz im Versteck. Die aktuelle Auszeichnung ruft Proteste in der muslimischen Welt hervor.

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