Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Theodor Heuss (108)

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25.8.1925

In einem Artikel der "Frankfurter Zeitung" nimmt der demokratische Abgeordnete und Vorsitzende des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller, Theodor Heuss, Stellung zu den staatlichen Sanktionen gegenüber Schriftstellern und Künstlern.

18.3.1927

In einer Grundsatzrede vor dem Reichstag beklagt der Abgeordnete der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), Theodor Heuss, das Fehlen eines allgemeinverbindlichen Bildungsideals.

24.6.1927

Zum Gedenken an Außenminister Walther Rathenau, der am 24. Juni 1922 einem Attentat zum Opfer gefallen ist, versammelt sich eine Abordnung des Reichsbanners, der republikanischen Kampforganisation, an der Familiengruft der Rathenaus in Oberschönweide bei Berlin. Die Gedenkrede hält der DDP-Reichstagsabgeordnete Theodor Heuss.

30.8.1927

In Dresden und Leipzig findet vom 28. bis 30. August die Europa-Tagung der Auslandsdeutschen statt. Der DDP-Reichstagsabgeordnete Theodor Heuss würdigt die Rolle der Auslandsdeutschen für das deutsche Kultur- und Geistesleben.

5.9.1945

Die US-Militärregierung erteilt Theodor Heuss, Rudolf Agricola und Hermann Knorr die Lizenz zur Herausgabe der "Rhein-Neckar-Zeitung".

12.9.1949

Der FDP-Vorsitzende Theodor Heuss wird von der Bundesversammlung in Bonn im zweiten Wahlgang mit 416 von 800 abgegebenen Stimmen zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

20.9.1949

Bundespräsident Theodor Heuss bestätigt die von Bundeskanzler Konrad Adenauer vorgelegte Kabinettsliste und überreicht den Ministern ihre Ernennungsurkunden. Adenauer gibt anschließend vor dem Bundestag seine Regierungserklärung ab.

31.10.1949

Bundespräsident Theodor Heuss trifft zu seinem ersten offiziellen Besuch in Berlin (West) ein.

12.11.1949

Bundespräsident Theodor Heuss appelliert an die Bundesbürger, sich an der Weihnachtspaketaktion für Kriegsgefangene in aller Welt zu beteiligen, die vom Nordwestdeutschen Rundfunk und dem Deutschen Roten Kreuz angeregt wurde.

31.12.1949

Bundespräsident Theodor Heuss mahnt die Bundesbürger in seiner Ansprache zum Neuen Jahr, über der großen Fülle von Aufgaben im Innern nicht zu vergessen, dass wieder die Möglichkeit gegeben sei, sich gegenüber der Welt zu öffnen und das nationale Erbe auch außerhalb des eigenen Landes zu stärken.

1.1.1950

In einer an Bundespräsident Theodor Heuss gerichteten Neujahrsbotschaft stellen die drei westalliierten Hochkommissare in Deutschland eine Integration der Bundesrepublik Deutschland in eine europäische Gemeinschaft in Aussicht.

3.1.1950

Bundespräsident Theodor Heuss gibt auf der Viktorshöhe bei Bonn seinen ersten Neujahrsempfang als Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland.

18.1.1950

Bei seinem ersten Besuch in Schleswig-Holstein bereitet die Bevölkerung Bundespräsident Theodor Heuss einen begeisterten Empfang. Beim Aufenthalt in Flensburg versichert der Präsident, dass die 1920 festgelegte deutsch-dänische Grenze unverändert bleiben werde.

1.2.1950

Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Nordrhein-Westfalen bezeichnet Bundespräsident Theodor Heuss das Land an Rhein und Ruhr als "den zentralen Schicksalsstaat der Bundesrepublik", in dem die größten wirtschaftlichen Potenzen Westdeutschlands lägen.

15.4.1950

Bundespräsident Theodor Heuss und der französische Hochkommissar in Deutschland, André François-Poncet, eröffnen die wiederaufgebaute Rheinbrücke, die Mainz mit seinen rechtsrheinischen Vororten verbindet.

19.4.1950

Führende bundesdeutsche Politiker, darunter Präsident Theodor Heuss und Kanzler Konrad Adenauer, sowie zahlreiche Verbände und Einrichtungen des öffentlichen Lebens fordern in einem Appell Arbeitgeber und Meister in der Bundesrepublik Deutschland auf, alle denkbaren Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, um jungen Menschen den Start in den Beruf zu ermöglichen.

30.4.1950

Nach dreitägiger Dauer geht in Bonn die erste deutsche Fremdenverkehrstagung zu Ende. Bei der Eröffnung hat Bundespräsident Theodor Heuss u.a. an die Besatzungsmächte appelliert, bundesdeutsche Kurorte wieder für Heil- und Erholungszwecke freizugeben und weitere Maßnahmen zur Belebung des Tourismus zu treffen.

1.5.1950

In einer Ansprache zum Tag der Arbeit setzt sich Bundespräsident Theodor Heuss mit dem deutschen Nationalismus auseinander. Er warnt vor einem überheblichen, aggressiven Nationalismus und fordert eine nüchterne Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte.

23.6.1950

Bundespräsident Theodor Heuss stiftet eine Auszeichnung in Form eines silbernen Lorbeerblattes, die künftig als Ehrung für Sieger in Wettkämpfen auf sportlichem und kulturellem Gebiet verliehen wird. Erster Preisträger soll der Deutsche Fußballmeister 1950 werden.

25.6.1950

Mit einem Festakt im Gürzenich beginnt die 1900-Jahr-Feier der Stadt Köln. In einer Festansprache hebt Bundespräsident Theodor Heuss besonders die europäische Bedeutung der Domstadt am Rhein hervor.

7.9.1950

In einer Feierstunde zum ersten Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland drückt Bundespräsident Theodor Heuss die Hoffnung auf Gleichberechtigung des westdeutschen Staates in Europa aus.

22.10.1950

Auf der ersten Hauptversammlung des deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) seit Kriegsende in der Jugendburg Stahleck bei Bacharach übernimmt Bundespräsident Theodor Heuss die Schirmherrschaft über die Organisation.

21.11.1950

Mit Genehmigung der alliierten Hochkommission dürfen sich Bundesminister und ihre Fahrer künftig mit Pistolen aus den Beständen der Besatzungsmächte ausrüsten, um - wie es heißt - einen Angriff auf ihre persönliche Sicherheit jederzeit abwehren zu können. Präsident Theodor Heuss und Kanzler Konrad Adenauer lassen verlauten, dass sie diese Möglichkeit nicht nutzen wollen.

15.12.1950

Bundespräsident Theodor Heuss bezieht seinen offiziellen Amtssitz, die Villa Hammerschmidt in Bonn.

31.12.1950

Im Anschluss an die Neujahrsansprache von Bundespräsident Theodor Heuss wird im Rundfunk erstmals die "Hymne an Deutschland" von Hermann Reutter nach dem Text von Rudolf Alexander Schröder gespielt, die als mögliche Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland im Gespräch ist.

1.1.1951

Im Anschluss an seine Neujahrsansprache, die vom Rundfunk übertragen wird, stellt Bundespräsident Theodor Heuss den Bundesbürgern eine neue Nationalhymne vor. Das Lied von Rudolf Alexander Schröder (Text) und Hermann Reutter (Musik) kann sich jedoch nicht durchsetzen.

15.3.1951

Bundespräsident Theodor Heuss ernennt Bundeskanzler Konrad Adenauer zum Außenminister.

4.4.1951

Die diplomatischen Vertreter des Vatikans, der Schweiz, Luxemburgs, Schwedens, Indiens, der Niederlande und Portugals überreichen Bundespräsident Theodor Heuss in der Bonner Villa Hammerschmidt ihre Beglaubigungsschreiben.

19.4.1951

In Frankfurt am Main eröffnet Bundespräsident Theodor Heuss die erste Internationale Automobilausstellung.

29.4.1951

In Hannover eröffnet Bundespräsident Theodor Heuss die "Technische Messe".

4.5.1951

Bundespräsident Theodor Heuss unterschreibt zwei Gesetze zur Neugliederung des Südwestraums der Bundesrepublik: Zum einen ein "Blitzgesetz", das die Legislaturperiode der Landtage verlängert, und ein Gesetz, das die Volksabstimmung regelt.

10.5.1951

In Frankfurt am Main wird das wiederaufgebaute Goethe-Haus in Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss und den drei Hohen Kommissaren eingeweiht. Die Festrede hält Oberbürgermeister Walter Kolb.

30.5.1951

Bundespräsident Theodor Heuss empfängt den spanischen Botschafter Antonio Maria Aquirre Gonzalo, der als Botschafter sein Beglaubigungsschreiben überreicht.

16.6.1951

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in Recklinghausen die sechswöchigen Ruhrfestspiele.

18.7.1951

Bundespräsident Theodor Heuss bekräftigt die Gesprächsbereitschaft der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Israel in allen schwebenden Fragen.

5.9.1951

Die ersten Berliner Festwochen eröffnet Bundespräsident Theodor Heuss mit einem Staats- und Festakt im wiederaufgebauten Schiller-Theater. Die bis Ende des Monats andauernden Festwochen bringen Gastspiele berühmter Künstler und Ensembles aus dem In- und Ausland.

6.9.1951

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet den "Internationalen Autosalon Berlin 1951". 626 Fahrzeuge von 280 Firmen aus sieben Nationen sind zu sehen.

7.9.1951

Bundespräsident Theodor Heuss stiftet den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Er löst damit eine Diskussion über den Sinn eines Bundesordens aus.

16.9.1951

Während einer Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche überreicht Bundespräsident Theodor Heuss dem Arzt und Theologen Albert Schweitzer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

7.11.1951

Bundespräsident Theodor Heuss lehnt "aus staatsrechtlichen Gründen" eine Einladung von DDR-Ministerpräsident Wilhelm Pieck zu einem Meinungsaustausch ab.

27.11.1951

Bundespräsident Theodor Heuss ruft eine "Dankspende des deutschen Volkes" ins Leben. Werke zeitgenössischer deutscher Künstler sollen erworben und jenen Ländern geschenkt werden, die Deutschland in der Nachkriegszeit unterstützt haben.

15.12.1951

Mit Bundespräsident Theodor Heuss an Bord läuft das Segelschulschiff "Pamir" zur ersten Probefahrt aus.

1.1.1952

Bundespräsident Theodor Heuss nennt in seiner Neujahrsansprache die Lösung der Flüchtlingsfrage und den Zusammenschluss Europas auf wirtschaftlicher und politischer Ebene als vorrangige Ziele. In einer Botschaft an das deutsche Volk stellt der US-amerikanische Hochkommissar für Deutschland, John J. McCloy, die Gleichberechtigung der Bundesrepublik Deutschland in Aussicht.

7.1.1952

Bundespräsident Theodor Heuss gibt einen Neujahrsempfang für das seit 1951 in Bonn tätige diplomatische Korps. In der Villa Hammerschmidt nimmt er damit eine 1934 unterbrochene Tradition wieder auf.

2.2.1952

Bundespräsident Theodor Heuss weiht die neue Westfalenhalle in Dortmund ein. Der alte Gebäudekomplex aus Holz war 1944 abgebrannt.

2.5.1952

Bundespräsident Theodor Heuss erklärt nach Absprache mit Bundeskanzler Konrad Adenauer die dritte Strophe des Deutschlandliedes (Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben; Melodie: Joseph Haydn) zur Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.

3.5.1952

In seiner Rede anlässlich des "Deutschen Studententages" in Berlin (West) bezeichnet Bundespräsident Theodor Heuss das Studium als Privileg.

4.5.1952

Im Schöneberger Rathaus verleiht Bundespräsident Theodor Heuss 32 Trümmerfrauen das "Verdienstkreuz am Bande".

21.6.1952

In Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss wird das neue Funkhaus des Nordwestdeutschen Rundfunks in Köln eingeweiht.

16.7.1952

Bundespräsident Theodor Heuss ernennt Fritz Neumayer (FDP) zum Nachfolger des am 9. März verstorbenen Eberhard Wildermuth (FDP) im Amt des Bundesministers für den Wohnungsbau.

19.7.1952

Die deutsche Sozial- und Kulturpolitikerin Elly Heuss-Knapp stirbt im Alter von 71 Jahren in Bonn. Die Ehefrau des Bundespräsidenten Theodor Heuss gründete im Jahr 1950 das Müttergenesungswerk.

31.7.1952

Der Bundesrat wählt den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Reinhold Maier (FDP) für ein Jahr zu seinem Präsidenten. Maier ist damit auch Stellvertreter von Bundespräsident Theodor Heuss.

9.8.1952

In seiner Eröffnungsrede zur Hundertjahrfeier des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg erklärt Bundespräsident Theodor Heuss, die Stadt müsse vom Ruf ihrer Vergangenheit befreit und ihr geistiges und künstlerisches Leben neu zur Darstellung gebracht werden. In Nürnberg fanden ab 1933 die Reichsparteitage der Nationalsozialisten statt.

17.8.1952

Bundespräsident Theodor Heuss weiht den Soldatenfriedhof von Hürtgen, den größten Gefallenenfriedhof der Bundesrepublik Deutschland, ein.

30.11.1952

Zum Gedenken an die 22 500 Opfer des Konzentrationslagers Bergen-Belsen weiht Bundespräsident Theodor Heuss ein Mahnmal ein.

9.12.1952

Bundespräsident Theodor Heuss zieht den beim Bundesverfassungsgericht gestellten Antrag auf ein Rechtsgutachten zurück, die Verfassungsmäßigkeit eines bundesdeutschen Wehrbeitrags zu prüfen. Heuss fürchtet, das Gutachten könne die Entscheidung über den Antrag der Bundesregierung vorwegnehmen. Diese will durch Gerichtsbeschluss feststellen lassen, ob Deutschland- und EVG-Vertrag mit einfacher Mehrheit verabschiedet werden können, was die Opposition verneint.

19.3.1953

Die 36. Internationale Automobilausstellung wird in Frankfurt am Main von Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet. Zu den Neuheiten der bis zum 29. 3. dauernden Messe zählt u.a. der Messerschmitt-Kabinenroller.

3.5.1953

Mit einer Ansprache von Bundespräsident Theodor Heuss wird in Köln das Programm der Deutschen Welle eröffnet, die Radiosendungen für Deutsche im Ausland ausstrahlt.

20.6.1953

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in München die Deutsche Verkehrsausstellung. Bis zum 11. Oktober wird dort ein Überblick über sämtliche modernen Verkehrsmittel gezeigt.

15.1.1954

Anlässlich des 70. Geburtstages des Bundespräsidenten Theodor Heuss schlagen CSU-Abgeordnete eine Amnestie vor, die u.a. Straffreiheit bei Haftstrafen bis zu drei Monaten gewähren soll.

16.1.1954

Bundespräsident Theodor Heuss überreicht dem "Arzt von Stalingrad" Othmar Kohler, das Verdienstkreuz des Bundesverdienstordens.

18.3.1954

Auf einer Kundgebung der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) fordert Bundespräsident Theodor Heuss Hilfe für geistige Berufe weil "ein Staat und eine Wirtschaft, die ihre besten geistigen Kräfte verkümmern lassen, eines Tages nicht mehr wettbewerbsfähig sein werden."

26.3.1954

Mit der Unterzeichnung des Wehrverfassungsgesetzes durch Bundespräsident Theodor Heuss schafft die Bundesrepublik die Voraussetzung für den Aufbau der Bundeswehr.

29.3.1954

In Bonn unterzeichnet Bundespräsident Theodor Heuss das Abkommen zur Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und den Deutschlandvertrag, der das alliierte Besatzungsstatut ablösen soll.

3.4.1954

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in Köln die Vierte Internationale Photo- und Kinoausstellung "Photokina", die bis zum 11. April dauert.

2.5.1954

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in München den Deutschen Studententag, an dem etwa 4000 Studenten aus 16 Ländern teilnehmen.

11.6.1954

Parteiausschuss und Parteivorstand der SPD geben den Verzicht auf einen eigenen Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten am 16. Juli bekannt. Den sozialdemokratischen Vertretern in der Bundesversammlung wird empfohlen, für Theodor Heuss (FDP) zu stimmen.

17.7.1954

In Berlin (West) wird Theodor Heuss von der Bundesversammlung erneut mit großer Mehrheit zum Bundespräsidenten gewählt.

19.7.1954

Im Norden von Berlin (West), an der Sektorengrenze, weiht Bundespräsident Theodor Heuss die Ernst-Reuter-Siedlung ein. Die insgesamt zwanzig Häuser mit bis zu zwölf Stockwerken wurden u.a. mit Mitteln aus dem US-amerikanischen Marshall-Plan finanziert.

14.1.1955

Bundespräsident Theodor Heuss verleiht in der Bundeshauptstadt Bonn dem Schriftsteller Hermann Hesse, dem Arzt, Philosophen und Musiker Albert Schweitzer sowie dem schweizerischen Schriftsteller und Diplomaten Carl Jacob Burckhardt den deutschen Pour-le-mérite-Orden der Friedensklasse.

29.1.1955

In Berlin (West) eröffnet Bundespräsident Theodor Heuss die Landwirtschaftsausstellung "Grüne Woche".

29.4.1955

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in Kassel die Bundesgartenschau 1955.

1.5.1955

In Bonn verleiht Bundespräsident Theodor Heuss dem bisherigen Chef des Bundespresseamtes Felix von Eckart den Rang eines Botschafters. Eckart soll künftig als Beobachter die deutschen Interessen bei den Vereinten Nationen in New York vertreten.

5.5.1955

Nach Inkrafttreten der Pariser Verträge überreichen der britische Botschafter Hoyer Millar und der französische Botschafter André François-Poncet Bundespräsident Theodor Heuss ihre Beglaubigungsschreiben. US-Botschafter James Conant folgt am 6. Mai.

5.5.1955

In Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss wird in Heidelberg der neuerbaute Hauptbahnhof eröffnet. Es ist der erste Bahnhofsneubau seit Ende des Zweiten Weltkrieges.

6.5.1955

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in München die 7. Deutsche Handwerksmesse. Auf der bis zum 15. Mai geöffneten Leistungsschau zeigen 1800 Aussteller aus 21 Nationen ihre Erzeugnisse.

7.6.1955

Bundespräsident Theodor Heuss ernennt Heinrich von Brentano (CDU) zum Außenminister. Da bislang Konrad Adenauer als Bundeskanzler die Aufgaben des Außenministers innehatte, ist Brentano der erste Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Zum ersten Verteidigungsminister wird der bisherige Beauftragte für Sicherheitsfragen, Theodor Blank (CDU), ernannt. Neuer Bundesminister für Bundesratsangelegenheiten wird Hans-Joachim von Merkatz (DP).

16.7.1955

In dritter Lesung billigt der deutsche Bundestag in Bonn gegen die Stimmen der Sozialdemokraten das Freiwilligengesetz. Am 23. Juli setzt es Bundespräsident Theodor Heuss durch seine Unterschrift in Kraft.

6.1.1956

Der erste Botschafter Österreichs in der Bundesrepublik Deutschland, Adrian Rotter, übergibt in Bonn Bundespräsident Theodor Heuss sein Beglaubigungsschreiben.

7.1.1956

Als erster Botschafter der Sowjetunion in der Bundesrepublik Deutschland überreicht Valerian A. Sorin Bundespräsident Theodor Heuss in Bonn sein Beglaubigungsschreiben.

17.5.1956

Bundespräsident Theodor Heuss und Außenminister Heinrich von Brentano unterzeichnen zum Abschluss eines dreitägigen Staatsbesuchs in Griechenland ein Kulturabkommen zwischen beiden Ländern.

14.6.1956

Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet in Recklinghausen die 10. Ruhrfestspiele.

14.11.1956

Bundespräsident Theodor Heuss ernennt in Bonn Ernst Lemmer zum Minister für das Post- und Fernmeldewesen. Der Landesvorsitzende der Berliner CDU tritt die Nachfolge des jetzigen Atomministers Siegfried Balke an.

12.2.1957

Der neue Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird auf den Namen des Bundespräsidenten "Theodor Heuss" getauft.

8.3.1957

Bundespräsident Theodor Heuss appelliert an die Bevölkerung, auch in diesem Jahr während der Sommerferien Berliner Kinder bei sich aufzunehmen.

13.5.1957

Bundespräsident Theodor Heuss beendet seinen neuntägigen Staatsbesuch in der Türkei.

7.6.1957

Mit einem Staatsakt wird in Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss die Alte Pinakothek in München wiedereröffnet.

13.7.1957

Im Beisein von Bundespräsident Theodor Heuss wird in Göttingen das Max-Planck-Institut für Geschichte eröffnet.

27.11.1957

Bundespräsident Theodor Heuss beendet seinen neuntägigen Staatsbesuch in Italien, in dessen Verlauf er auch im Vatikan von Papst Pius XII. empfangen wurde.

31.3.1958

Von der Kommandobrücke der "Berta Epple" aus weiht Bundespräsident Theodor Heuss den Stuttgarter Neckarhafen ein, durch den eine schiffbare Verbindung der Stadt zum Meer geschaffen wird.

6.6.1958

Während seines Staatsbesuchs in den Vereinigten Staaten, der nach viertägiger Dauer endet, betont Bundespräsident Theodor Heuss, dass die Bundesrepublik zum Westen gehöre und es in diesem Punkt keine Neutralität geben könne.

26.7.1958

Bundespräsident Theodor Heuss begnadigt den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Otto John, der am 22. Dezember 1956 wegen Landesverrat zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. John hatte sich im Juli 1954 in die DDR abgesetzt, war aber im Dezember 1955 zurückgekehrt.

23.10.1958

Bundespräsident Theodor Heuss beendet einen viertägigen Staatsbesuch in Großbritannien, bei dem er auch von Königin Elisabeth II. empfangen wurde.

13.2.1959

Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) führt den neuen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Gebhard Müller, in sein Amt ein.

24.4.1959

In Frankfurt am Main weiht Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) das neue Haus der "Deutschen Bibliothek" ein. Die Einrichtung soll nach dem Willen ihrer Gründer bis zur deutschen Wiedervereinigung die Aufgabe einer Nationalbibliothek erfüllen.

28.4.1959

Bundespräsident Theodor Heuss ruft zur Sammlung für das Deutsche Müttergenesungswerk vom 4. bis 10. Mai auf.

30.4.1959

In der blumengeschmückten Westfalenhalle in Dortmund eröffnet Bundespräsident Theodor Heuss die Bundesgartenschau 1959. Dortmund beherbergt bis zum 17. Oktober die mit einer Gesamtfläche von 60 ha bisher größte Bundesgartenschau. Es ist die siebte nach Kriegsende und die zwölfte Ausstellung dieser Art überhaupt.

10.6.1959

Bundespräsident Theodor Heuss überreicht in Bonn dem Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Robert Schumann, in Anerkennung seiner Verdienste um die europäische Zusammenarbeit das Große Bundesverdienstkreuz.

18.6.1959

Bundespräsident Theodor Heuss weiht in Berlin (West) Schloss Bellevue als seinen zweiten Amtssitz ein.

4.9.1959

Bundespräsident Theodor Heuss verleiht in Bonn dem US-amerikanischen Raketenforscher deutscher Abstammung Wernher von Braun das Große Bundesverdienstkreuz.

8.9.1959

Mit einem Festakt weiht Bundespräsident Theodor Heuss die Bonner Beethovenhalle ein.

15.9.1959

Im Bundestag findet ein Staatsakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland statt, bei dem der neue Bundespräsident Heinrich Lübke vereidigt und sein Vorgänger Theodor Heuss verabschiedet werden.

11.10.1959

Altbundespräsident Theodor Heuss wird in der Paulskirche in Frankfurt am Main mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

19.3.1960

Der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) übernimmt den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Heimat-, Wander- und Naturschutzbünde, der mehr als 2000 Vereine mit etwa 2 Mio. Mitgliedern angehören.

25.4.1960

Alt-Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) teilt anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Müttergenesungswerkes in Stuttgart mit, dass seit der Gründung der Einrichtung rund 500 000 Mütter an einer Kur teilgenommen haben.

18.6.1960

In Berlin (West) wird vom ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss (FDP) das neue Gebäude der Akademie der Künste eingeweiht. Der Neubau wird wegen seiner ungewöhnlichen Dachform ironisch als "Gewächshaus" bezeichnet.

12.12.1963

Im Alter von 79 Jahren stirbt in seinem Stuttgarter Haus der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss (FDP).

4.4.1987

Der Seenot-Rettungskreuzer "Theodor Heuss" beginnt in Bremen seine letzte Fahrt. Das Schiff wird rheinaufwärts, den Main entlang und über Land bis nach München transportiert, wo es im Deutschen Museum seinen letzten Platz finden wird.