Schlagzeilen und Ereignisse zu Umberto Bossi

10.2.1991

In Mailand schließen sich sechs norditalienische Autonomiebewegungen unter der Führung der Lega Lombarda zusammen. Die neue politische Gruppierung nennt sich Lega Nord. Zum Parteisekretär wird Senator Umberto Bossi gewählt. Die Lega Nord setzt sich für einen Abbau des Parteieneinflusses auf den Staat ein und fordert, dass der reiche Norden nicht länger den strukturschwachen Süden des Landes finanziell stützen solle.

12.2.1995

Auf einem Kongress der italienischen Partei Lega Nord in Mailand wird Parteichef Umberto Bossi in seinem Amt bestätigt. Der Name der Partei wird in "Lega Nord - Italia Federale" geändert, um den Anspruch zu unterstreichen, in ganz Italien aktiv zu werden.

12.5.1996

Der Parteichef der Lega Nord, Umberto Bossi, proklamiert in Mantua eine provisorische Regierung seines Staates "Padanien". Bossi fordert eine Aufspaltung Italiens nach dem Vorbild der Tschechoslowakei 1992.

15.9.1996

Nach dreitägigen Demonstrationen entlang des Flusses Po verliest Umberto Bossi, der Chef der separatistischen Liga Nord, eine "Unabhängigkeitserklärung für die Republik Padanien". Sie soll aus den Regionen nördlich des Po, der Toskana, den Marken und Umbrien bestehen.

20.9.1997

Mailand: In der norditalienischen Metropole demonstrieren rd. 1 Mio. Menschen gegen die Pläne des Lega-Nord-Chefs Umberto Bossi, den reichen Norden vom Süden Italiens abzuspalten.

5.1.2002

Rom: Nach einem Streit mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi über die europapolitische Haltung des Landes erklärt der international angesehene italienische Außenminister Renato Ruggiero seinen Rücktritt. Berlusconi übernimmt zunächst selbst das Amt des Außenministers. Ruggiero hatte den Konflikt ausgelöst, indem er mehrere "Euro-Skeptiker" im Kabinett kritisierte, insbesondere Umberto Bossi, den Minister für Dezentralisierung und Chef der einst separatistischen Lega Nord . Bossi hatte erklärt, er "pfeife auf den Euro" und habe nur Lira in der Tasche.

8.3.2002

Triest: Nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi in Triest versichert Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Europa-feindliche Äußerungen italienischer Minister seien "nicht allzu ernst"s zu nehmen. Er bezieht sich dabei auf umstrittene Äußerungen des Liga-Nord-Chefs Umberto Bossi. Er hatte die EU als "Sowjetunion des Westens" bezeichnet und von einem neuen Faschismus und Stalinismus gesprochen.

5.4.2012

In Italien erklärt der Gründer und langjährige Vorsitzende der rechtspopulistischen Lega Nord, Umberto Bossi, wegen eines Korruptionsskandals in der Partei seinen sofortigen Rücktritt.