Alle Schlagzeilen und Ereignisse zu Wilhelm Pieck (34)

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8.2.1914

Das erste deutsche Arbeiterjugendheim wird in Steglitz (heute zu Berlin) durch den Sekretär des SPD-Bildungsausschusses, Wilhelm Pieck, eingeweiht.

30.12.1918

85 Delegierte deutscher Spartakusgruppen treffen in Berlin zur ersten nationalen Konferenz des Spartakusbundes unter dem Vorsitz von Wilhelm Pieck zusammen. Auch eine Delegation aus der Sowjetunion, u.a. Karl Radek, ist erschienen. Es wird die Gründung einer "Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (Spartakusbund)" beschlossen.

1.4.1920

Auf einer Delegiertenkonferenz der Arbeiterräte in Essen spricht sich der KPD-Politiker Wilhelm Pieck für den Abbruch der Kämpfe im Ruhrgebiet aus, um blutige Auseinandersetzungen zu verhindern. Die Delegierten plädieren zugleich für eine Auflösung der Roten Ruhrarmee und fordern stattdessen die Bildung einer Volksarmee.

23.11.1921

In einer Sitzung des preußischen Landtags in Berlin, deren geordneter Ablauf durch ausgestreutes Niespulver beeinträchtigt wird, wirft der KPD-Abgeordnete Wilhelm Pieck eine Stinkbombe unter die Fraktionsbänke der Deutschnationalen.

2.5.1929

Während einer Reichstagssitzung in Berlin beschuldigt der kommunistische Abgeordnete Wilhelm Pieck die Berliner Polizei und ihren Präsidenten Karl Zörgiebel des Arbeitermordes und ruft damit einen Tumult im Parlament hervor. Die KPD-Fraktion singt stehend die Internationale und verlässt anschließend den Plenarsaal.

15.1.1933

In Berlin führt die KPD eine Kundgebung zu Ehren der 1919 ermordeten KPD-Führer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch. Die Hauptredner sind der Komintern-Vertreter Wilhelm Pieck und der Generalsekretär der französischen KP, Maurice Thorez.

23.2.1933

Auf der letzten KPD-Kundgebung in Berlin, die von der Polizei vorzeitig aufgelöst wird, fordert Wilhelm Pieck eine "Einheitsfront" der Tat, lehnt jedoch einen "Nichtangriffspakt" mit der SPD wegen ihres angeblichen "Sozialfaschismus" ab.

2.9.1945

In einer Rede in Kyritz (Mark Brandenburg) legt der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands der Sowjetzone, Wilhelm Pieck, unter der Losung "Junkerland in Bauernhand" die Grundzüge einer Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone dar.

9.11.1945

Aus Anlass der Gedenkfeiern des Jahrestages der Novemberrevolution von 1918 in Deutschland ruft in Berlin der Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Sowjetischen Zone, Wilhelm Pieck, zur organisatorischen Vereinigung seiner Partei mit der Sozialdemokratischen Partei auf.

3.1.1946

Im sowjetischen Sektor Berlins wird der 70. Geburtstag des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in der Sowjetzone, Wilhelm Pieck, in feierlichem Rahmen begangen. Aus diesem Anlass bietet der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in der sowjetischen Besatzungszone, Otto Grotewohl, die Vereinigung seiner Partei mit der KPD an.

25.8.1948

Der Vorsitzende der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), Wilhelm Pieck, bezeichnet die Sperrung der Transportwege zwischen Berlin und den Westzonen als eine notwendige und begrüßenswerte Maßnahme.

24.1.1949

Der Vorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) beschließt die Bildung eines Politbüros, das die einheitliche Führung der Partei gewährleisten soll. Ihm gehören neben Wilhelm Pieck, Franz Dahlem, Walter Ulbricht und Paul Merker auch die früheren Sozialdemokraten Otto Grotewohl, Friedrich Ebert und Helmut Lehmann an.

3.2.1949

Der SED-Vorsitzende Wilhelm Pieck erklärt in einem Interview, als Folge der jetzt einsetzenden Aufklärungsarbeit der KPD in den Westzonen und seines Aufrufs zum Protest und Widerstand seien Streiks in den Westzonen zu erwarten.

9.9.1949

Bei seiner Rückkehr vom Kongress des polnischen Verbandes der Kämpfer für Freiheit und Demokratie in Warschau erklärt der SED-Vorsitzende Wilhelm Pieck in Berlin (Ost), die Oder-Neiße-Linie müsse als deutsch-polnische Grenze anerkannt werden.

11.10.1949

Die Länderkammer, die sich nach der Wahl durch die Länderparlamente am Vortag in Berlin (Ost) konstituiert, und die Volkskammer der DDR wählen den SED-Vorsitzenden Wilhelm Pieck einstimmig zum ersten Präsidenten des neugegründeten Staates.

14.10.1949

In einem Glückwunschtelegramm an DDR-Präsident Wilhelm Pieck erklärt der sowjetische Staats- und Parteichef Josef W. Stalin, die Gründung der DDR stelle einen Wendepunkt in der europäischen Geschichte dar.

26.10.1949

In einem Artikel in der SED-Parteizeitung "Neues Deutschland" lädt DDR-Präsident Wilhelm Pieck die Bundesregierung dazu ein, Verhandlungen über die Einheit Deutschlands aufzunehmen.

29.10.1949

Auf einer Heimkehrerversammlung in Berlin (Ost) erklärt DDR-Präsident Wilhelm Pieck, alle noch in sowjetischer Kriegsgefangenschaft befindlichen Deutschen würden bis zum 1. Januar 1950 zurückkehren.

4.1.1950

DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl tritt einen mehrwöchigen Erholungsurlaub in der Sowjetunion an. Im Laufe des Frühjahrs begeben sich weitere hohe DDR-Politiker, darunter Staatspräsident Wilhelm Pieck und der stellvertretende Ministerpräsident Walter Ulbricht, zu Kuraufenthalten in die UdSSR. Es wird vermutet, dass sie dort einmal mehr auf die ideologische Linie Moskaus eingeschworen werden sollen.

12.1.1950

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" sollen künftig in der DDR abfällige Äußerungen über Staatspräsident Wilhelm Pieck, die Regierungsmitglieder, die deutsch-sowjetische Freundschaft sowie die Republik im allgemeinen als Verbrechen gegen die demokratische Ordnung geahndet werden. Auch das Abhören westlicher Rundfunksender soll nun strafbar sein.

9.3.1950

DDR-Präsident Wilhelm Pieck lehnt den Vorschlag des US-amerikanischen Hochkommissars in der Bundesrepublik Deutschland, John McCloy, ab, die Einheit Deutschlands auf der Grundlage freier Wahlen im ganzen Land herbeizuführen. Bundeskanzler Konrad Adenauer hat den Vorschlag am 1. März begrüßt.

26.8.1950

Nach zweitägiger Dauer endet in Berlin (Ost) der Nationalkongress der Nationalen Front. Der Staatspräsident der DDR, Wilhelm Pieck, hat auf der Veranstaltung ein Zwölf-Punkte-Programm des Nationalen Widerstandes verkündet, das sich gegen die Besatzungsmächte in der Bundesrepublik Deutschland richtet.

7.10.1951

Der Dichter Bertolt Brecht erhält aus den Händen von DDR-Staatspräsident Wilhelm Pieck in Ost-Berlin den Nationalpreis 1. Klasse.

7.11.1951

Bundespräsident Theodor Heuss lehnt "aus staatsrechtlichen Gründen" eine Einladung von DDR-Ministerpräsident Wilhelm Pieck zu einem Meinungsaustausch ab.

19.1.1953

DDR-Staatspräsident Wilhelm Pieck droht der Bundesregierung mit Maßnahmen gegen Berlin (West), falls die Europäische Verteidigungsgemeinschaft realisiert werden sollte.

4.9.1953

Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Wilhelm Pieck, ruft die bundesdeutsche Bevölkerung in einer Rundfunkansprache auf, bei der Bundestagswahl für die Gegner der Politik von Bundeskanzler Konrad Adenauer zu stimmen.

7.10.1953

Wilhelm Pieck wird am vierten Jahrestag der Gründung der DDR von der Volks- und der Länderkammer erneut zum Staatspräsidenten gewählt.

21.5.1955

Der Staatspräsident der DDR, Wilhelm Pieck, ratifiziert nach der Billigung durch die Volkskammer den Warschauer Vertrag.

22.7.1955

Der Vorstand des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) der DDR ruft seine Mitglieder dazu auf, zu Ehren des 80. Geburtstags des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, die Anstrengungen zur vorfristigen Erfüllung des Produktionsplans für 1955 zu verstärken.

31.8.1955

Der Staatspräsident der DDR, Wilhelm Pieck, richtet ein Schreiben an den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjet, Kliment J. Woroschilow, in dem er um die Entlassung aller deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion und um ihre Rückführung in die Heimat ersucht.

20.1.1956

DDR-Präsident Wilhelm Pieck ernennt in Berlin (Ost) den bisherigen stellvertretenden Ministerpräsidenten, Willi Stoph (SED), zum ersten Verteidigungsminister der DDR.

6.10.1956

Im Schloss Niederschönhausen verleiht DDR-Präsident Wilhelm Pieck die diesjährigen Nationalpreise für Kunst und Literatur. Ausgezeichnet werden u.a. der Theaterregisseur Walter Felsenstein, der Komponist Paul Dessau und der Journalist Karl-Eduard von Schnitzler.

7.10.1957

In Abwesenheit Wilhelm Piecks beschließen die Abgeordneten der Volks- und der Länderkammer der DDR, die Amtszeit des 81-Jährigen Staatspräsidenten um weitere vier Jahre zu verlängern.

7.9.1960

Der Präsident der DDR, Wilhelm Pieck, stirbt in Berlin (Ost) 84jährig an den Folgen eines Schlaganfalls. Das Amt des DDR-Präsidenten wird nach seinem Tod nicht wieder besetzt.