Schlagzeilen und Ereignisse zu Wolfgang Schüssel

2.2.2000

Wien: Österreichs Bundespräsident Thomas Klestil verlangt von den potentiellen Regierungspartnern Jörg Haider (FPÖ) und Wolfgang Schüssel (ÖVP) die Unterzeichnung einer Deklaration über die Grundwerte der europäischen Demokratie. Einen Teil der von Haider vorgeschlagenen Ministerkandidaten lehnt der Bundespräsident ab.

4.2.2000

Wien: Von massiven Protesten aus dem In- und Ausland begleitet tritt in Österreich die erste rechts-konservative Regierung ihr Amt an. Bundespräsident Thomas Klestil vereidigt das neue Kabinett, dem jeweils sechs Minister der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen Partei (FPÖ) des Rechtspopulisten Jörg Haider angehören. Neuer Bundeskanzler ist der bisherige Außenminister Wolfgang Schüssel; Haider selbst bleibt der Regierung fern. Mit der Vereidigung treten automatisch die angekündigten Sanktionen der 14 EU-Partner in Kraft. Bilaterale Kontakte soll es nur noch auf Beamtenebene geben. Unberührt bleiben die Arbeitskontakte auf EU-Ebene.

8.2.2000

Wien: Ein von Grünen und Sozialdemokraten eingebrachtes Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) wird im Nationalrat mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ abgelehnt.

14.1.2002

Wien: Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) beginnt ein Volksbegehren gegen die Inbetriebnahme des tschechischen Kernkraftwerks in Temelin. Mit der Aktion belastet die Partei von Jörg Haider das Verhältnis zum Koalitionspartner Österreichische Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Von den knapp 5,9 Mio. Stimmberechtigten befürworten rund 915 000 Personen bzw. 15,5% das Vorhaben, den EU-Beitritt Tschechiens zu blockieren, sollte der Reaktor nicht abgeschaltet werden.

9.9.2002

Wien: Nach dem innerparteilichen Streit bei seinem Koalitionspartner FPÖ kündigt der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) für den Herbst Neuwahlen an.

24.11.2002

Wien: Bei den vorgezogenen Wahlen zum Nationalrat wird die konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum ersten Mal seit 1966 wieder zur stärksten Partei.

16.2.2003

Wien: Drei Monate nach den Wahlen zum österreichischen Nationalrat am 24. November 2002 scheitern die Koalitionsverhandlungen zwischen der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und den Grünen an Meinungsverschiedenheiten bei Pensionen und Studiengebühren.

17.2.2003

Wien: Angesichts der ergebnislosen Koalitionsverhandlungen nach den Nationalratswahlen vom 24. November 2002 fordert der österreichische Bundespräsident Thomas Klestil den amtierenden Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) auf, rasch eine Entscheidung über die Zusammensetzung der künftigen Regierung zu treffen.

18.10.2004

Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ernennt Ursula Plassnik zur Außenministerin. Die bisherige Botschafterin in der Schweiz tritt am 20. Oktober die Nachfolge der künftigen EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner (alle ÖVP) an.