Schlagzeilen und Ereignisse zu Zhu Rongji

16.3.1998

Mit 89% der Stimmen wählt der Nationale Volkskongress in Peking den scheidenden Ministerpräsidenten Li Peng zum neuen Parlamentspräsidenten. Li gilt als einer der Hauptverantwortlichen für die Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 1989. Mit 98 Prozent der Stimmen hingegen bestätigt der Volkskongress Staatspräsident Jiang Zemin in seinem Amt. Neuer Ministerpräsident wird der Wirtschaftsreformer Zhu Rongji.

6.4.1999

Der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji trifft zu einem neuntägigen USA-Besuch ein. Zhu, der als erster chinesischer Regierungschef seit 15 Jahren in die USA kommt, will sich vor allem um den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen bemühen.

5.3.2000

Peking: Mit einer Kampfansage an die im Staatsapparat weit verbreitete Korruption eröffnet Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji die zehntägige Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses. Zhu fordert harte Strafen für die Verantwortlichen. Kurz zuvor war der Vizepräsident des Volkskongresses, Cheng Kejie, wegen Korruptionsverdachtes seines Amtes enthoben worden. China wird seine Militärausgaben im Jahr 2000 um 12,7% auf umgerechnet rd. 29 Mrd. DM erhöhen.

30.6.2000

Berlin: Chinas Regierungschef Zhu Rongji trifft zu einem Deutschlandbesuch ein, in dessen Verlauf mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet werden.

5.3.2002

Peking : Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji ruft zur Bekämpfung von Armut und Korruption in der Volksrepublik auf. Zum Auftakt der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses kritisiert Zhu auch die Verschwendungssucht der Bürokratie. China leidet unter rückläufigen Wachstumszahlen und steigender Arbeitslosigkeit.

15.3.2002

Peking : Zum Abschluss der Tagung des Nationalen Volkskongresses verteidigt Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji die hohe Neuverschuldung und die massiven Staatsausgaben zur Ankurbelung der Wirtschaft. Zuvor billigten die 3000 Delegierten den Haushalt, der außer einem neuen Rekorddefizit von umgerechnet 37 Mrd. US-Dollar auch einen Zuwachs der Militärausgaben um fast 18% vorsieht.

5.3.2003

Peking: In der chinesischen Hauptstadt tritt der Nationale Volkskongress zu seiner jährlichen Sitzung zusammen. Der scheidende Ministerpräsident Zhu Rongji bezeichnet in seiner Eröffnungsrede die Armut unter den Bauern als drängendstes Problem des Landes.

15.3.2003

Peking: Der Nationale Volkskongress beruft KP-Chef Hu Jintao als Nachfolger von Jiang Zemin zum Staatsoberhaupt. Neuer Chef des Volkskongresses wird der frühere Vizepremier Wu Bangguo. Einen Tag später beruft das Parlament der Volksrepublik den bisherigen Vize-Ministerpräsidenten Wen Jiabao zum Ministerpräsidenten als Nachfolger von Zhu Rongji.