Nur 122 Studentinnen eingeschrieben

Politik und Gesellschaft 1905:

An den Hochschulen des Deutschen Reichs sind im Wintersemester 1904/05 122 Frauen als rechtmäßige Studentinnen (mit Reifezeugnis) immatrikuliert.

Den größten weiblichen Andrang verzeichnet München mit 47 Studentinnen; davon studieren zwei Staatswirtschaft, 27 haben sich in Medizin und neun in Philosophie eingeschrieben. Es folgen Heidelberg mit 32 und Freiburg im Breisgau mit 31 Studentinnen. Ebenfalls in München fällt eine weitere »Bastion«, die bis jetzt die Männer im Bildungswesen gehalten haben. Erstmals schreibt sich eine Hörerin (nicht: Studentin) an der Architekturabteilung der Technischen Hochschule ein. Sie darf zwar keine Prüfungen ablegen, jedoch am Lehrbetrieb teilnehmen.