Lohnsteigerungen locken Jugendliche

Arbeit und Soziales 1915:

Der Rüstungsindustrie fehlt es während des Krieges an qualifizierten Arbeitskräften. Unter den Arbeitern vor dem Werkstor der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik in Düsseldorf sind einige Jugendliche erkennbar, die, wie z. B. auch Frauen, zunehmend als Ersatz für die Eingezogenen beschäftigt werden müssen. Das relativ hohe Lohnniveau in den Kriegsindustrien veranlasst zahlreiche Jugendliche, ihre Lehre aufzugeben und stattdessen eine Arbeit als ungelernte Hilfskraft anzutreten. Klagen der Industrie über die hohen Löhne wird vom Kriegsministerium entgegengehalten, dass »die Steigerung der Lohnsätze … im Allgemeinen als gerechtfertigt angesehen werden muß.«