Lebensmittelhilfe durch US-Quäker

Ernährung, Essen und Trinken 1920:

Die katastrophale Ernährungslage im Deutschen Reich und anderen vom Weltkrieg betroffenen europäischen Staaten löst eine internationale Hilfswelle aus.

So wird Anfang des Jahres in den USA die sog. American Relief Administration Warehouses gegründet, die als gemeinnützige Organisation unter Leitung des US-Politikers und späteren Präsidenten Herbert Clark Hoover über ihre Niederlassung in Hamburg Lebensmittelhilfssendungen für Mitteleuropa vermittelt. Daneben kündigt die US-amerikanische Society of Friends (bekannt als Quäker) im Frühjahr öffentliche Kinderspeisungen in den deutschen Großstädten an. Nach ihrer Ansicht sind großstädtische Kinder besonders von Unterernährung bedroht.

Die Quäker – ursprünglich ein Spottname, später Selbstbezeichnung – sind eine im 17. Jahrhundert entstandene mystische, radikalmoralische Bewegung. Von Anfang an kümmerten sie sich um die Betreuung von verfolgten Personen und um die Förderung des Weltfriedens. Sie zählen zu den großen Hilfsorganisationen in der Zeit nach Weltkriegsende.

Neben den Quäkern leisten auch andere karitative Organisationen u. a. aus der Schweiz und Schweden Hilfsmaßnahmen für deutsche Kinder, etwa durch die Bereitstellung von Ferienplätzen.