Plädoyer für die Kohlekraftwerke

Wissenschaft und Technik 1922:

Auf der Hauptversammlung der deutschen Ingenieure, die im Juni in Dortmund stattfindet, hält Georg Klingenberg einen Vortrag über »Die Zukunft der Energiewirtschaft in Deutschland«. Darin wendet er sich gegen die weit verbreitete Tendenz, wegen der gegenwärtig geforderten »Kohleersparnis« den Bau von Kohlekraftwerken nicht zu fördern. Klingenberg weist auf einen künftig immer größer werdenden Energiebedarf hin und vertritt die Ansicht, dass die derzeit vorherrschende Sparpolitik kurzsichtig sei. Um gewonnene Energien rationell nutzen zu können, schlägt er eine Koppelung der im Deutschen Reich bestehenden und geplanten Kraftwerke untereinander vor und erläutert Projekte zur Stromspeicherung.