Reich darf wieder Flugzeuge bauen

Verkehr 1922:

Am 6. Mai 1922 erteilen die Alliierten dem Deutschen Reich die Erlaubnis zur Herstellung zivilen Luftfahrtgeräts. Damit wird die Flugzeugproduktion im Deutschen Reich nach dem Weltkrieg wieder aufgenommen – wenn auch mit Einschränkungen. Die in der Genehmigung festgelegten Merkmale für Verkehrsflugzeuge wirken sich hemmend auf die technische Modernisierung aus, da z. B. die Höchstgeschwindigkeiten auf 170 km/h und die Mitnahme von Treibstoff für eine Distanz von 500 km festgelegt wurden. Flugzeuge, die diesen Auflagen nicht entsprechen, werden als militärisches Gerät eingestuft und sind daher für deutsche Luftfahrtbetriebe verboten. Trotz dieser Bestimmungen versuchen die Unternehmen, ihre internationale Konkurrenzfähigkeit wiederzuerlangen. Sie treiben die Entwicklungsarbeiten voran und gründen zur ökonomischen Unterstützung u. a. im Dezember den Deutschen Luftfahrtverband als Zentralbehörde der etwa 60 im Deutschen Reich bestehenden Luftfahrtvereinigungen.