Sehnsucht nach den fernen Welten

Wissenschaft und Technik 1925:

Im Mai beginnt die »Münchner Illustrierte Presse« mit dem Abdruck des Romans von Otto Willy Gail: »Der Schuss ins All«. Die Popularität dieses Science-Fiction-Buches spiegelt das allgemeine Interesse an fernen Welten im Raum und an Erkenntnissen über das Entstehen unserer Erde wider. Zeitungen und Illustrierte berichten immer wieder von neuen Theorien. So geht z. B. Hanns Hörbiger in seiner Welteislehre davon aus, dass die Erde Planeten aus dem Raum anzieht, die dann zu Monden werden. Deren Abstand zur Erde verringert sich ständig bis zu einem letztendlichen Zusammenstoß. Eine Folge des Vergehens und Ankommens der Monde sind u. a. Sintfluten. So sei beim Auftauchen unseres jetzigen Trabanten Atlantis untergegangen.

Der alte Menschheitstraum, ins All zu fliegen, beschäftigt Wissenschaftler und Techniker gleichermaßen. Zwar steckt die Raumfahrt noch in den Kinderschuhen, doch schuf der 31-jährige deutsch-österreichische Physiker Hermann Oberth in seinem 1923 erschienenen Buch »Die Rakete zu den Planetenräumen« für weiterführende Forschungsarbeiten bereits die wesentlichen Grundlagen.