Heuss für eine einheitliche Schule

Bildung 1927:

18. März. Theodor Heuss, Abgeordneter der (links)liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) im Reichstag, fordert die Besinnung auf ein gemeinsames Bildungsideal und eine Vereinheitlichung des Schulsystems:

»Der ungesicherte Hintergrund der ganzen Kulturdebatte ist das Fehlen eines einheitlichen und verbindlichen Bildungsideals; das ist in allen Lagen und in allen Ebenen des öffentlichen Unterrichtswesens ziemlich völlig zersetzt, und zwar nicht erst seit der Revolution … Deutschland, das Land der großen Binnenwanderungen, darf nicht die Masse von verschiedenen Schularten, die nicht aufeinander eingestimmt sind, nebeneinander haben. Die Gelenke müssen passen, wenn einer von Preußen nach Bayern und von Schwaben nach Sachsen kommt.«