Zeitungen und Zeitschriften fürchten um Inserenten

Werbung 1930:

Angesichts der wachsenden Konkurrenz von Kino und Rundfunk starten die großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage im Deutschen Reich Werbekampagnen für ihre Blätter. Sie fürchten vor allem um ihre Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft, wenn die Auflagenzahlen sinken. Vielfach werben sie deshalb mit ihren Verkaufserfolgen, die für die Leser ein Qualitätsbeleg und für Anzeigenkunden Werbeanreiz sein sollen; so inseriert die »Berliner Illustrirte Zeitung« z. B. in ihrer Ausgabe Nr. 43 mit einer notariellen Bestätigung über den regelmäßigen Verkauf von 1,8 Mio. Exemplaren. Die vielen kleinen Lokalzeitungen können sich meist keine solch aufwendige Werbung leisten; ihnen droht der Ruin.