7000 km Autobahn im Deutschen Reich

Verkehr 1934:

Das überragende verkehrspolitische Thema 1934 im Deutschen Reich ist der Bau der Reichsautobahnen. Nach den Plänen des Führers und Reichskanzlers, Adolf Hitler (NSDAP), soll ein geschlossenes Netz von 7000 km Reichsautobahnen entstehen. Nach dem ersten Jahresbericht des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt (NSDAP), werden bis zum 1. Juli 1934 1600 km zum Bau frei gegeben, für weitere 2500 km sind die Vorentwürfe fertiggestellt. Am Stichtag des Berichts, dem 5. Juli, erreicht die Gesamtzahl der an Autobahnbaustellen Beschäftigten 38 600 Mann. Bis zum Ende des Baujahrs 1934 soll die Belegschaft der Baustellen auf 80 000 bis 100 000 Mann gesteigert werden. Die Zahl der indirekt Beschäftigten, z. B. in Zulieferbetrieben, ist offiziellen Angaben zufolge etwa eineinhalbmal so groß wie die der auf den Baustellen Tätigen. In den kommenden fünf Jahren sollen je 1000 bis 1500 km Autobahn fertiggestellt werden. Die erste Strecke zwischen Frankfurt am Main und Mannheim soll im Frühjahr 1935 eröffnet werden. Die Fahrbahnen der Autobahnen sind so gebaut, dass auf ihnen Geschwindigkeiten von 120 km/h gefahren werden können.

Die nationalsozialistische Regierung treibt den Ausbau des Autobahn- und Straßennetzes voran, da durch die Arbeiten neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die verbesserte Infrastruktur kommt zudem der deutschen Wirtschaft zugute. Mit dem neuen Autobahnnetz verbinden sich aber auch militär-strategische Überlegungen des Regimes.