Monumentale Bauten statt »instinktloser Naturentfremdung«

Monumentale Bauten statt »instinktloser Naturentfremdung«
Südfassade des Haus der Kunst (2014). By M(e)ister Eiskaltpanorama: Pölkkyposkisolistiderivative works: Hic et nunc, H-stt [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Architektur 1934:

Wie die Werke der Malerei und der Plastik sollen auch die Bauten des Dritten Reichs Monumentalität ausdrücken, Dokumente sein eines »Sinns für klare Gestaltung und Ausdruck wuchtiger Kraft«. In »edler Einfachheit« soll auf überflüssigen Schmuck verzichtet werden. Ein Beispiel dafür ist das Haus der Kunst in München nach den Plänen von Paul Ludwig Troost.

Der NS-Chefideologe Alfred Rosenberg weist auf die »instinktlose Naturentfremdung« in der zeitgenössischen Architektur hin. Neben ehrwürdigen Bauernhäusern seien artfremde sog. Stilbauten entstanden, die modernen pseudogotischen und pseudomaurischen Bauformen seien Zeugen eines unschöpferischen Zeitalters. Rosenberg kündigt an, dass Architektur und Stadtgestaltung unter nationalsozialistischen Maßgaben grundlegende Änderungen erfahren werden. An Stelle der »volksmordenden Mietskasernen« am Rande der Großstädte sollen »blumenumrankte Arbeiterhäuser« entstehen. Die »Welt des Auges« soll dem Arbeiter durch die nationalsozialistische Bewegung wiedergegeben werden.

Südfassade des Haus der Kunst (2014). By M(e)ister Eiskaltpanorama: Pölkkyposkisolistiderivative works: Hic et nunc, H-stt [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Südfassade des Haus der Kunst (2014). By M(e)ister Eiskaltpanorama: Pölkkyposkisolistiderivative works: Hic et nunc, H-stt [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons