NSDAP beseitigt alle Gegner, Hitler wird im „Einheitsstaat“ zum Alleinherrscher

NSDAP beseitigt alle Gegner, Hitler wird im „Einheitsstaat“ zum Alleinherrscher
Ernst Röhm (rechts) mit Kurt Daluege und Heinrich Himmler im August 1933, Bundesarchiv, Bild 102-14886 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1934:

Im Deutschen Reich hat das nationalsozialistische Regime unter Adolf Hitler seine Macht weiter gefestigt. Drei Ereignisse markieren das Ende der »nationalsozialistischen Revolution« und unterstreichen den Machtanspruch der NS-Führung in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens: Durch das »Gesetz zum Neuaufbau des Reiches« vom 30. Januar werden die Länderparlamente aufgehoben und die Länderregierungen der Reichsregierung unterstellt. Das Deutsche Reich ist nun ein »Einheitsstaat«, und die NS-Regierung hat unbeschränkte Vollmacht.

Die innerparteiliche Opposition in der NSDAP wird bei der Niederschlagung des sog. Röhm-Putsches blutig liquidiert. Die Führung des NS-Regimes entledigt sich bei dieser Aktion der Kritiker, denen die Politik Hitlers nicht nationalsozialistisch genug gewesen ist. Gleichzeitig nutzt das Regime die Gelegenheit, auch andere Oppositionelle, insbesondere aus konservativen Kreisen, zu beseitigen. Ohne Skrupel erklärt die Reichsregierung das Blutbad nachträglich durch ein Gesetz für rechtens.

Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 2. August übernimmt Hitler auch dessen Amt und vereinigt so die höchsten Partei-, Regierungs- und Staatsämter in seiner Hand. Diese Machtballung wird durch eine Volksabstimmung im Nachhinein abgesichert.

Die Wirtschaftspolitik im Deutschen Reich ist geprägt vom Bemühen der NS-Regierung, durch gigantische Arbeitsbeschaffungsprogramme die Arbeitslosen von der Straße zu holen. Am 21. März eröffnet Hitler die »Arbeitsschlacht«, in deren Rahmen vor allem Autobahnen und Straßen gebaut werden. Auch die Automobilindustrie wird massiv gefördert. Der Ausbau des Straßennetzes und der Kfz-Produktion dient nicht nur dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Verbesserung der Infrastruktur. Er wird maßgeblich von militärstrategischen Überlegungen bestimmt.