Regime fördert Automobilwesen

Auto und Verkehr 1934:

Die nationalsozialistische deutsche Reichsregierung erblickt für ihr Ziel der Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft in der Automobilindustrie eine besonders günstige Operationsbasis. Sie hat Steuerfreiheit für fabrikneue Wagen dekretiert sowie die Möglichkeit der Steuerbefreiung mehr als drei Jahre alter Wagen durch einmalige Entrichtung einer eineinhalbfachen Jahressteuer. Ferner wurden die Behördengebühren für Zulassung des Wagens, Führerschein, Fahrprüfung u. a. erheblich herabgesetzt, die Versicherungsprämien und Garagenmieten normiert. Dem Automobilsport stellt das NS-Regime beträchtliche Mittel zur Verfügung in der Erkenntnis, dass Erfolge auf internationalen Rennstrecken Schrittmacher für den Absatz sind. Durch Zusammenarbeit zwischen Bahn und Auto wurde das Lastautomobil in das nationale Verkehrssystem eingegliedert. Die Reichsbahn wurde selbst Träger der Motorisierung, indem sie am Bau der Autobahnen beteiligt wurde.