Hitler und Mussolini: Die Achse Berlin-Rom erschüttert Europa

Hitler und Mussolini: Die Achse Berlin-Rom erschüttert Europa
Mussolini with Adolf Hitler in Berlin, 1937. By Ladislav Luppa (Own work) [CC0, CC BY-SA 3.0 or Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1936:

Nachträglich muss es scheinen, als zeichne sich 1936 überdeutlich ab, dass die Welt in nächster Zeit auf einen weiteren großen Krieg zusteuert. Die Fronten formieren sich immer klarer, deutsche Nationalsozialisten und spanische und italienische Faschisten mobilisieren alle Kräfte, um den Status quo auszuhöhlen, um in aggressiver Form Tatsachen in ihrem Sinn zu schaffen: Hitler lässt 30 000 Wehrmachtssoldaten das entmilitarisierte Rheinland besetzen und gibt damit nicht nur dem verhassten Friedensvertrag von Versailles, sondern auch dem Abkommen von Locarno, das 1925 die Westaussöhnung mit Frankreich brachte, den Todesstoß. Die »Achse Berlin-Rom«, von Mussolini so bezeichnet, tritt 1936 ins Leben und wächst schnell zu einem engen Bündnis der Diktatoren. Hitler und Mussolini einigen sich auf die Anerkennung und Unterstützung der Regierung des Putschisten Franco in Spanien, wo der Bürgerkrieg zwischen Anhängern der 1936 gewählten republikanischen Volksfrontregierung und der »Nationalen Front« des Generals Franco drei blutige Jahre lang das Land zerreißt.