Saubere Reklame für deutsche Ware

Werbung 1936:

Die gesamte Werbung im Deutschen Reich steht seit dem 12. September 1933 durch das »Gesetz über Wirtschaftswerbung« unter der Aufsicht der nationalsozialistischen Führung. Seit 1933 hat es keine gravierenden Änderungen im Erscheinungsbild der deutschen Reklame gegeben. Der nationalsozialistische Geist breitet sich fast unbemerkt in den Zeitungsanzeigen und Werbebildern aus. Nach dem Willen des deutschen Propagandaministeriums soll in der Werbung keine offene NS-Propaganda stattfinden. Dafür hat aber die »Säuberung des Inhalts der Werbung 1936 einen gewissen Abschluß erlangt«, wie der stellvertretende Präsident des Werberats der deutschen Wirtschaft auf dem Kontinentalen Reklame-Kongress in Berlin verkündet. Nur noch der offensichtlich nordisch-germanische Typ taucht auf Werbefotos auf. Der Wirtschaft wird allerdings ein vergleichsweise großer Freiraum in der Gestaltung der Werbung gelassen, hat sie sich doch durch die Anpassung an den NS-Stil selbst »gleichgeschaltet«.