Deutschland und die UdSSR verleiben sich Polen gemeinsam ein

Deutschland und die UdSSR verleiben sich Polen gemeinsam ein
Sowjetische Besetzung Ostpolens, Parade der Roten Armee in Lemberg (Lwow) 1939, See page for author [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1939:

In weniger als vier Wochen wird der deutsche Feldzug gegen Polen abgeschlossen, zugleich beginnt die planmäßige Vernichtung der polnischen Intelligenz und die gewaltsame Umsiedlung der polnischen Bevölkerung aus den annektierten Gebieten in das Generalgouvernement mit der Hauptstadt Krakau. Dorthin rollen auch Transporte mit Juden aus der ehemaligen Tschechoslowakei und dem Deutschen Reich, wo immer neue Ausnahmegesetze die jüdische Bevölkerung drangsalieren.

Eine Woche vor Kriegsausbruch hat sich Hitler durch den Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion außenpolitische Rückendeckung für den Polenfeldzug verschafft. In einem geheimen Zusatzprotokoll vereinbaren Deutsche und Sowjets die territoriale Neuordnung weiter Teile Osteuropas und die Aufteilung Polens. Am 17. September rückt die Rote Armee in Ostpolen ein, die besetzten Gebiete werden annektiert. Am 30. November beginnt der sowjetische Überfall auf Finnland, das sich dem Aggressor allerdings in den folgenden Monaten mit Erfolg entgegenstellt.