Einfachbier setzt sich durch

Ernährung, Essen und Trinken 1943:

Die deutschen Brauereien bringen zu Beginn des Jahres ein sog. Einfachbier, eine dunkle Sorte, auf den Markt. Unter den einheimischen Biertrinkern findet die neue Marke zunächst keinen besonderen Anklang; dafür werden mit den Kantinen der Zwangsarbeiterlager neue »Absatzmärkte« erschlossen. Zudem kommt dem Einfachbier bald auch ein psychologisches Moment zugute: Die Verbraucher vermuten in ihm aufgrund seiner dunklen Färbung höhere Nährwerte als im Hellen; offenbar wirkt hier der alte Ruf des Malzbiers mit.