Besinnung auf alte Werte in den Trümmern

Besinnung auf alte Werte in den Trümmern
Dresden, Teilansicht des zerstörten Stadtzentrums über die Elbe nach der Neustadt. In der Bildmitte der Neumarkt und die Ruine der Frauenkirche. Bundesarchiv, Bild 146-1994-041-07 / Unknownwikidata:Q4233718 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1945:

In Deutschland, das in vier Besatzungszonen aufgeteilt ist, kommt unter Aufsicht der Besatzungsmächte das öffentliche Leben erst langsam wieder in Gang. In den Städten wird mit der Beseitigung der Trümmer begonnen. Die Hauptlast liegt bei den Frauen, weil die Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten sind. Über elf Millionen deutsche Soldaten befinden bei Kriegsende in alliiertem Gewahrsam. An einen Wiederaufbau Deutschlands ist vorerst nicht zu denken.

In einer Zeit der Not kommt der Kultur eine besondere Bedeutung zu. Sie hilft, die düstere Realität für ein paar Stunden zu vergessen; zum anderen verspüren zahlreiche Deutsche das Bedürfnis, sich nach den Schrecken der Vergangenheit auf klassische kulturelle Werte zurückzubesinnen.