Berlin-Blockade und Währungsreform: Trotz Teuerung Ende des Mangels

Berlin-Blockade und Währungsreform: Trotz Teuerung Ende des Mangels
Entladung der Rosinenbomber auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof, 1948. By U.S. Air Force [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1948:

Deutschland steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen zwischen Ost und West. Es zeichnet sich die endgültige Spaltung des Landes ab. Die Etappen auf dem Weg dorthin sind der Auszug der UdSSR aus dem Alliierten Kontrollrat in Berlin und die Blockade der Westsektoren Berlins durch die UdSSR nach der Durchführung der Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen. Die Versorgung der Stadt Berlin wird daraufhin mit Flugzeugen sichergestellt: Die Luftbrücke entwickelt sich zum größten – und erfolgreichsten – Lufttransportunternehmen in der Geschichte der Luftfahrt.

Im September konstituiert sich in Bonn der Parlamentarische Rat. Vertreter aus allen drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands beraten dort über ein Grundgesetz für einen künftigen westdeutschen Staat. Auch in der Ostzone wird über eine deutsche Verfassung debattiert.

In wirtschaftlicher Hinsicht bringt das Jahr 1948 mit der Währungsreform einen tiefen Einschnitt. Mit einem Schlag ist die Zeit des Mangels und der Rationierung in den westlichen Besatzungszonen vorbei. Das neue Geld, die Deutsche Mark (DM), ist wieder etwas wert.

Trotz gefüllter Schaufensterauslagen sind aber auch negative wirtschaftliche Folgen unübersehbar: So steigt die Zahl der Arbeitslosen; Waren und Dienstleistungen werden immer teurer.