Ende der Berlin-Blockade – Gleichgewicht des Schreckens durch sowjetische Atombombe

Politik und Gesellschaft 1949:

International geht der »Kalte Krieg« zwischen den beiden großen Machtblöcken weiter, auch wenn mit der Beendigung der Berlin-Blockade einer der Konfliktpunkte beseitigt ist. Auf beiden Seiten entstehen Bündnisse, mit denen die Blockbildung in der Welt noch deutlicher wird. Die USA und ihre westeuropäischen Partner schließen sich zur NATO zusammen; die Ostblockstaaten gründen den COMECON.

Relative Ausgeglichenheit bringt das Jahr 1949 für die Waffensysteme in Ost und West: Die Sowjetunion bricht das Atombombenmonopol der USA. Die meisten Menschen fühlen sich angesichts dieses Gleichgewichts des Schreckens sicherer, weil man hofft, dass nun keine Seite mehr die andere angreifen werde.

In ihrem eigenen Machtbereich versucht die Sowjetunion (nicht immer erfolgreich) ihre Position zu stabilisieren. Jugoslawien beharrt weiter auf einem eigenständigen Weg; in Griechenland kapitulieren nach siebenjährigem Bürgerkrieg die Kommunisten vor den Regierungstruppen, so dass zwei osteuropäische Staaten nicht mehr unter dem unmittelbaren Einfluss Moskaus stehen. Dagegen können die chinesischen Kommunisten den Bürgerkrieg für sich siegreich entscheiden. Am 1. Oktober ruft Mao Tse-tung in Peking die Volksrepublik China aus; Gegenspieler Chiang Kai-shek flieht mit seinen Anhängern auf die Insel Taiwan.

Nicht alle europäischen Länder gehörten einem der beiden Militärbündnisse an. CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Nicht alle europäischen Länder gehörten einem der beiden Militärbündnisse an. CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons