Kriegsverlierer weiterhin besetzt, Kolonien begehren auf

Politik und Gesellschaft 1949:

Das Jahr 1949 ist geprägt von den politischen Folgen des Zweiten Weltkriegs. Für die als Aggressoren und Verlierer des Krieges besetzten Staaten – Deutschland, Österreich, Japan – bringt das Jahr mehr Freiheiten, wenn auch keines dieser Länder seine Souveränität vollständig zurückgewinnen kann. Für die Österreicher zerschlägt sich die Hoffnung auf den – schon unterschriftsreif geglaubten – Staatsvertrag.

Immer kraftvoller werden die Souveränitätsbestrebungen in den Kolonien, die den im Krieg geschwächten Europäern gehören: Die Niederlande müssen Indonesien nach jahrelangen blutigen Kämpfen in die Unabhängigkeit entlassen; Frankreich versucht seine Besitzung Indochina durch die Gewährung von Teilautonomie zur Ruhe zu bringen.