Designer bevorzugen organische Formen

Wohnen und Design 1950:

Zu Beginn der 50er Jahre kommt mit der US-amerikanischen Lebensart auch ein stärker werdendes Interesse am Design von Gebrauchsgegenständen nach Europa. In den USA sind Form und Aussehen der Waren schon in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Verkaufsargument geworden, um den Absatz von Gegenständen des täglichen Bedarfs – darunter Elektrorasierer, Toaster, Bügeleisen oder Eiszerkleinerer – zu steigern, auch wenn das neueste Modell keine Neuerung im technischen Bereich aufzuweisen hat.

Die äußere Gestalt der Produkte wird möglichst in jedem Jahr verändert, um das Vorjahresmodell »unmodern« erscheinen zu lassen. Bevorzugt werden von den Industriedesignern jedoch fast durchgängig runde »organische« Formen, die zugleich eine gewisse Dynamik signalisieren. Ihr Entstehen wird auch durch das Material der Außenverkleidungen, den fast beliebig formbaren Kunststoff, begünstigt.