Baumeister planen die »bessere Welt«

Architektur 1951:

Der International Style ist eine in den USA entwickelte, avantgardistische Architektur, die sich Anfang der 30er Jahre ausbreitete. Seine Bauten zeichnen sich durch klare Formen aus, die auf willkürliche Verzierungen verzichten.

Basis dieses Baustils war der Rationalismus, deren Anhänger grundsätzlich der vernunftmäßigen Lösung von Problemen vertrauten und damit einen Gegenpol zu expressionistischen Tendenzen setzten. Antrieb der avantgardistischen Baumeister war ihr Glaube an eine bessere Welt, in der die Architektur mit einem neuen, kollektiven Bauen die individualistischen Tendenzen überflügelt und aus ihrer nationalen Begrenztheit zu internationaler Geltung aufsteigt.

Grundprinzipien des International Style sind die »Konzeption von Städtebau, Architektur und industrieller Produktion von Gebrauchsgegenständen (…) als Mittel des sozialen Fortschritts und der demokratischen Erziehung«, die »Maxime der Ökonomie«, der »systematische Rückgriff auf industrielle Technologien«, die »Priorität des Städtebaus gegenüber der Architektur« und die »Rationalität der architektonischen Form«.

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