Finanzministerium hilft notleidenden Beamten

Arbeit und Soziales 1952:

Das Bundeskabinett in Bonn beschließt 1952 eine Notstandsmaßnahme für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes.

Während bei den Industriearbeitern bei sinkenden Lebenshaltungskosten und steigenden Gehältern die Kaufkraft steigt, liegen die Gehälter der Beamten knapp 30% unter der Besoldung von 1927. Ein Beamter im mittleren Dienst bekommt zur Zeit einen Bruttomonatsverdienst von knapp 300 DM. Beschlossen ist nun eine Anhebung der Bezüge um 7% für das Jahr 1953. Die Erhöhung für die ersten vier Monate des Jahres 1953 wird bereits im Dezember 1952 an die rund 500 000 deutschen Beamten ausgezahlt.

Diese Maßnahme bedeutet nach Angaben des Bundesfinanzministers Fritz Schäffer für Bund, Länder und Gemeinden eine Mehrausgabe von 538 Mio. DM.