Mehr Werbung mit Prominenten

Werbung 1955:

Um ihre Produkte auf dem von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Markt absetzen zu können, verpflichten 1955 immer mehr Firmen Prominente zu Werbezwecken. Filmstars, Quizmaster und Schlagersänger sollen den Verbraucher von der Qualität der angebotenen Waren überzeugen. Diese Werbemethode erweist sich als äußerst wirksam. Dem Verbraucher wird suggeriert, es handele sich um ein »besonderes« Produkt. Wenn ein Sexsymbol wie die US-Filmschauspielerin Marilyn Monroe hochwertige Kosmetik verwendet, kann – so die untergründige Werbebotschaft – auch die Käuferin damit rechnen, bei regelmäßigem Gebrauch eine außergewöhnlich starke Anziehungskraft auf Männer zu entwickeln.

Den durch diese Werbekampagne angesprochenen potenziellen Kunden soll eine Identifikation mit dem oder der Prominenten ermöglicht werden. Wer den angeblich von dem Schauspieler Hardy Krüger bevorzugten Pfeifentabak raucht, teilt – so wird suggeriert – mit dem Filmstar eine Vorliebe und befindet sich somit in bester Gesellschaft.