Zukunftsvision für künstliche Metropolen

Wissenschaft und Technik 1960:

Die Illustrierte »stern« präsentiert ihren Lesern das in Zusammenarbeit mit Architekten und Stadtplanern erstellte Modell einer Utopie für die »Stadt von morgen«.

Das Wunschbild steht in krassem Gegensatz zur urbanen Lebenswirklichkeit im Jahr 1960. Hier gibt es keine verstopften Innenstädte, keine Lärmbelästigungen und Klimaprobleme mehr.

Im Zentrum steht ein Fernmeldeturm, der auf einem unterirdischen Wasserstoffkraftwerk thront. Rings um das Seeufer sind Industrie-, Handels-, Verwaltungs- und Vergnügungszonen angesiedelt. Durch Grüngürtel abgetrennt liegen die Wohngebiete an der Peripherie der kreisförmig angelegten Stadt, die 10 Mio. Einwohner aufnehmen soll.

Die Stadt wird umgeben von einem künstlich errichteten Ringgebirge, das für gemäßigte Wetterbedingungen zu allen Jahreszeiten sorgen soll. Durch unterirdische Temperaturerzeugung und Infrarot-Gewächshäuser soll jederzeit die Versorgung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln gewährleistet sein.

Der gesamte Verkehrsstrom wird kreuzungsfrei auf mehreren Ebenen durch die »Stadt der Zukunft« geleitet.