Bruch zwischen China und UdSSR – Deutsch-Französischer Vertrag als Basis des geeinten Europas

Bruch zwischen China und UdSSR – Deutsch-Französischer Vertrag als Basis des geeinten Europas
Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten am 22.1.1963 im Pariser Elysée-Palast einen Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der politische Konsultationen beider Regierungen und eine verstärkte Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik sowie in Erziehungs- und Jugendfragen festgelegt. Bundesarchiv, B 145 Bild-P106816 / Unknownwikidata:Q4233718 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1963:

Diese Entspannungsbemühungen der Großmächte stießen international allerdings auch auf Skepsis. So erklärten die Volksrepublik China und Frankreich demonstrativ ihre Ablehnung des Vertrages. Sie befürchteten – wenn auch aus unterschiedlicher Sicht – die uneingeschränkte Vormachtstellung der Großmächte auf dem Gebiet der atomaren Bewaffnung.

Zwischen Peking und Moskau verschärften sich die ideologischen Auseinandersetzungen – faktisch kam es zu einem Bruch zwischen den beiden kommunistischen Parteien. Frankreich hingegen beschleunigte den Ausbau der eigenen Atomstreitmacht. Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle verfolgte mit seiner Politik das große Ziel eines geeinten Europas unter der Führung Frankreichs und damit die Schaffung einer dritten Weltmacht neben den USA und der Sowjetunion.

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten am 22.1.1963 im Pariser Elysée-Palast einen Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der politische Konsultationen beider Regierungen und eine verstärkte Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik sowie in Erziehungs- und Jugendfragen festgelegt. Bundesarchiv, B 145 Bild-P106816 / Unknown / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten am 22.1.1963 im Pariser Elysée-Palast einen Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der politische Konsultationen beider Regierungen und eine verstärkte Zusammenarbeit in der Außen- und Verteidigungspolitik sowie in Erziehungs- und Jugendfragen festgelegt. Bundesarchiv, B 145 Bild-P106816 / Unknownwikidata:Q4233718 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Mit dem am 22. Januar geschlossenen Deutsch-Französischen Vertrag sollte hierfür eine Basis geschaffen werden. De Gaulle erhoffte sich davon die nötige Stärke, um die Hegemonie Großbritanniens und auch der USA einzuschränken. Deshalb wandte er sich gegen die Aufnahme Großbritanniens in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), so dass die Beitrittsverhandlungen am 29. Januar in Brüssel scheitern mussten – ein Ergebnis, das unter den übrigen europäischen Staaten massiven Protest auslöste.