»Gemütlichkeit« in neuem Gewand

Wohnen und Design 1966:

Der Drang zum Funktionalismus bedingt ein verändertes Verständnis von »Gemütlichkeit«. Mit dekorativen Möbeln und Nippes überladene Räume widerstreben dem Zeitgeschmack. Dagegen werden klar aufgeteilte Zimmer mit viel freier Fläche bevorzugt, in denen Komfort und Nützlichkeit des Möbelarrangements aufeinander abgestimmt sein sollen. Dabei geht die Tendenz zunehmend zum multifunktionalen Interieur. Da in der modernen Industriegesellschaft der Trend zum Single im Einzimmerapartment geht, ist die Notwendigkeit gegeben, Wohn- und Schlafbereich sinnvoll und platzsparend zu kombinieren.