Neues Berufsbildungsgesetz schließt Gewerkschaftsmitsprache aus

Arbeit und Soziales 1969:

Zu heftigen Protesten vonseiten der Gewerkschaften und der SPD führt das am 12. Juni 1969 vom Bundestag verabschiedete Berufsbildungsgesetz. Es soll die berufliche Ausbildung in der Bundesrepublik gesetzlich festlegen.

Dabei setzt die CDU/CSU mit den Stimmen der oppositionellen FDP durch, dass die Arbeitnehmervertreter des Handwerks in den geplanten Berufsbildungsausschüssen nicht von den Gewerkschaften, sondern von den Gesellen in sog. Handwerkervollversammlungen benannt werden sollen.

Gegen diese Regelung protestiert u.a. die Handwerkskonferenz der IG Metall heftig. Die SPD nennt den Beschluss eine »Diskriminierung« der Gewerkschaften.