Die berufstätigen Mütter – unterbezahlt und doppelt belastet

Arbeit und Soziales 1970:

Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland sind die Frauen zunehmend in den Arbeitsprozess eingegliedert worden. Besonders unter den Angestellten stieg der Frauenanteil von 42,9% (1950) auf 48,8% (1970). Obwohl jede (r) zweite Angestellte inzwischen eine Frau ist, gibt es erhebliche Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Für die gleiche Arbeit erhalten z.B. männliche kaufmännische Angestellte der Leistungsgruppe V 932 DM Bruttolohn im Monat, weibliche nur 708 DM. Auch haben Frauen geringere Aufstiegschancen. Die verstärkt erwerbstätigen verheirateten Frauen mit Kindern (1950: 25,0%; 1970: 35,7%) sind zudem doppelt belastet durch Beruf und Familie.