Gesetzesreformen im Westen – Honecker übernimmt Führung in der DDR

Gesetzesreformen im Westen – Honecker übernimmt Führung in der DDR
Erich Honecker (1976), Bundesarchiv, Bild 183-R1220-401 / Unknown / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1971:

Innenpolitisch ist das Jahr 1971 von der Umsetzung des großen Reformwerks geprägt, das Brandt in seiner Regierungserklärung 1969 angekündigt hat. Eine heftige Diskussion entzündet sich an der geplanten Reform des Eherechts und des Paragrafen 218. Die Bundesregierung, die mit diesen Gesetzesinitiativen versucht, dem Wandel gesellschaftlicher Normen und Wertvorstellungen Rechnung zu tragen, sieht sich zwischen den Fronten: Während die einen Neuerungen ablehnen, gehen den anderen die Reformen nicht schnell genug voran.

Im anderen deutschen Staat beginnt eine neue politische Ära. Erich Honecker tritt als Erster Sekretär des ZK der SED die Nachfolge von Walter Ulbricht an. Seine wichtigste Aufgabe sieht der neue starke Mann in der internationalen Anerkennung der DDR. Die Existenz des »ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden« soll endgültig völkerrechtlich abgesichert werden.