Motorräder feiern großes Comeback

Auto und Verkehr 1971:

Nach einer langjährigen Flaute befindet sich das Motorrad in der Bundesrepublik Deutschland wieder im Aufwind.

Steigender Wohlstand führte in den 50er Jahren dazu, dass immer mehr Motorradfahrer aufs Auto umstiegen. Anfang der 70er Jahre wird das Motorradfahren als neues Freizeit-Vergnügen entdeckt. Mehr noch als das Auto wird das Motorrad zum Synonym für »Freiheit und Unabhängigkeit«. Eine Befragung ergibt, dass der Feuerstuhl bei den Autofahrern »die Funktion des Ersatzpferdes« erfüllt, mit dem man »abgelegene Plätze, die einem Auto nicht zugänglich sind, erreichen kann«.

Die Zahl der Neuzulassungen von Motorrädern in der Bundesrepublik steigt von 8800 im Jahr 1970 auf über 16 000 Maschinen 1971.