Umweltprobleme und Bundesligaskandal: Schattenseiten der Wohlstandsgesellschaf

Umweltprobleme und Bundesligaskandal: Schattenseiten der Wohlstandsgesellschaf
Das historische Blue Marble Foto von 1972, das half, Umweltschutz der breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen. By NASA/Apollo 17 crew; taken by either Harrison Schmitt or Ron Evans [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1971:

Die Schattenseiten des erreichten Wohlstands rücken Anfang der 70er Jahre mehr und mehr ins Bewusstsein der bundesdeutschen Gesellschaft. Die Autoflut, in der die Städte zu ersticken drohen, ist ebenso wie die Belastung der Natur mit wachsenden Mengen von Hausmüll ein ungelöstes Problem. 1971 regt sich Widerstand gegen die gedankenlose Umweltzerstörung: Die EWG-Kommission verabschiedet verbindlich für alle Mitgliedsstaaten Grundlinien für ein gemeinsames Programm zum Umweltschutz. Von der Weltöffentlichkeit noch nicht beachtet, führt eine kleine Gruppe von Umweltschützern, die sich Greenpeace nennt, 1971 ihre erste Aktion durch.

Nicht nur die Umwelt, auch die »Sauberkeit im Sport« kommt 1971 ins Gerede: Der Bestechungsskandal in der Fußballbundesliga, der die »unheilige Allianz« von Korruption und Sport offenbart, wirkt wie ein Schock.

Von den Entwicklungen, die 1971 aufgegriffen werden, hat die Entspannungspolitik die größte Tragweite. Die verantwortlichen Politiker beschreiten damit weiter einen Weg, der den Frieden in der Welt ein wenig sicherer macht, dessen Ende jedoch nicht abzusehen ist. Die Normalisierung der Ost-West-Beziehungen macht in den folgenden Jahren nur kleine Fortschritte und erleidet Rückschläge. Ihren Zielpunkt erreicht die Entspannungspolitik, die Anfang der 70er Jahre initiiert wird, erst 20 Jahre später mit der Beendigung des Kalten Krieges auf dem Pariser KSZE-Gipfel 1990.