Hochschulzugang einheitlich

Bildung 1972:

Am 20. Oktober unterzeichnen die Ministerpräsidenten der Bundesländer einen Staatsvertrag über die bundeseinheitliche Regelung des Hochschulzugangs. Sein Ziel ist eine zentrale Auswahl der Studienbewerber und eine verbesserte Chancengleichheit. Das »Numerus-clausus-Verfahren« sieht die Einrichtung einer Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) vor, die 1973 in Dortmund ihre Arbeit aufnimmt. Sie vergibt die verfügbaren Studienplätze in denjenigen Fächern, in denen es mehr Bewerber als Plätze gibt, jeweils zu 60% nach der Leistung (Durchschnittsnote) und zu 40% nach der Zeitdauer seit Erwerb der Studienberechtigung. Vorab werden 15% der zur Verfügung stehenden Studienplätze für »soziale Härtefälle«, bis zu 8% für Ausländer und jeweils 2% für Sanitätsdienstanwärter der Bundeswehr und Bewerber für den öffentlichen Gesundheitsdienst bereitgehalten.