Mobiles Wohnen ohne feste Zimmerwände

Wohnen und Design 1972:

Ginge es nach den Vorstellungen der Designer, so würde die »gute Stube« bald der Vergangenheit angehören. In einer Studie, die im Auftrage der Chemiefirma BASF erstellt wurde, schlagen die Designer Arno Votteler und Herbert Hirche in ihrem Programm »Wohneinheit 80« ein Wohnen ohne Zimmerwände vor. Sog. Wohnlandschaften sollen ein mobiles Wohnen ermöglichen. Die Zimmer werden durch versetzbare Wände oder raumteilende Möbel wie Schranktürme oder Regalsysteme unterteilt. Nach einer Art Baukastensystem können sich die Bewohner dann ganz nach Wunsch größere oder kleinere Wohneinheiten schaffen.

Angerichtete Speisen können damit warm gemacht oder gehalten werden. Wahlweise lässt sich das Thermoelement durch ein eingelassenes Tablett ersetzen. Als Liegestuhl der Zukunft ist das Modell »Sunball« (r.) gedacht. Die wasserdichte, drehbare Kugel hat einen 1,60 m breiten Sitz.