Konflikte im Nahen Osten – KSZE-Schlussakte von Helsinki unterzeichnet

Politik und Gesellschaft 1975:

Mit dem Ende des Vietnamkriegs rückt der Nahe Osten stärker in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Im Libanon entwickelt sich der Konflikt zwischen Moslems und Christen zum offenen Bürgerkrieg; die Spannungen zwischen den arabischen Staaten und Israel bleiben trotz einer ägyptisch-israelischen Annäherung bestehen; Anschläge von Palästinensern auf Einrichtungen in Israel werden mit Vergeltungsschlägen beantwortet.

Eine positive Entwicklung bahnt sich dagegen in Europa an: In Helsinki unterzeichnen fast alle europäischen Staaten die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Auf deren Bestimmungen berufen sich in den folgenden Jahren Bürgerrechtsbewegungen in allen Teilen Osteuropas; ihnen gelingt schließlich jene friedliche Revolution, die das Gesicht der Welt vollkommen verändert und die den sog. Eisernen Vorhang zur Historie werden lässt.

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