Khomeini macht den Iran zum Gottesstaat

Khomeini macht den Iran zum Gottesstaat
Rückkehr von Ruhollah Chomeini in den Iran. By Also uploaded by en:User:Sa.vakilian in en.wiki and by fa:User:Mrostam in fa.Wiki [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1979:

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Kaum weniger bedeutsam für die künftige Entwicklung der Weltpolitik als der drohende neuerliche Kalte Krieg ist die Herausforderung der westlichen Welt durch den Islam. Das autoritäre Machtgefüge im Iran unter Schah Mohammed Resa Pahlewi bröckelte seit geraumer Zeit, doch reagiert die Weltöffentlichkeit mit Bestürzung auf die Rückkehr des schiitischen Religionsführers Ajatollah Ruhollah Khomeini, der das emotionsgeladene Klima im Land weiter aufheizt. Er und seine Anhänger errichten einen an den Rechtsvorstellungen des Koran orientierten islamisch-religiösen, antiwestlichen Staat, der auch den Konflikt mit der Supermacht USA nicht scheut. Die Besetzung der US-Botschaft in Teheran am 4. November, mit der die Auslieferung des gestürzten Schahs erzwungen werden soll, führt aller Welt die politische Ohnmacht von US-Präsident Carter in dieser Situation vor Augen. Der Sieg der radikalen Moslems im Iran verstärkt die politische Instabilität in der arabischen Welt. Auch der Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel am 26. März entspannt die Lage nicht dauerhaft: Er bringt zwar Ägypten die Sinai-Halbinsel zurück, isoliert aber das Land im arabischen Lager und bereitet durch fortdauernde Differenzen über das Selbstverwaltungsrecht der Palästinenser im israelisch besetzten Westjordanland den Boden für neue Konflikte.