Wegweisende Kulturinitiative: Das Frankfurter Museumsufer wird zum Mekka der Städteplaner

Architektur 1979:

Die Neugestaltung des Frankfurter Museumsufers gilt neben der Gründung der Bauausstellung in Berlin (West) – für die 1987 geplante Internationale Bauausstellung, an der sich vor allem Vertreter der Postmoderne beteiligen – als das ambitionierteste städtebauliche Projekt des Jahres 1979 in der Bundesrepublik Deutschland.

Auf Initiative des Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann (SPD) plant die Stadt Frankfurt beiderseits des Mains neun neue Museumsbauten. Zwei Kernstücke des Museumsufers werden 1979 entworfen: Das Deutsche Architekturmuseum nach Plänen des Deutschen Oswald Mathias Ungers (eröffnet 1984) und das Museum für Kunsthandwerk (eröffnet im April 1985) des US-amerikanischen Architekten Richard Meier. Sein Entwurf, der 43,5 Mio. DM kostet, wird als »Glanzleistung« gewürdigt und gilt als wegweisend für weitere Museumsbauten.

An die bestehende Villa Metzler fügt er drei würfelförmige Stücke, die eine allgemein als gelungen anerkannte Symbiose mit den benachbarten Bauten eingehen.