Moderne Kläranlagen imitieren den Selbstreinigungsprozess natürlicher Gewässer

Wissenschaft und Technik 1980:

Bei der Entwicklung moderner Abwasserkläranlagen nehmen sich die westdeutschen Chemiekonzerne Bayer und Hoechst die Natur zum Vorbild. Sie bauen turmförmige Abwasserreaktoren, in denen sich ähnliche Prozesse abspielen wie in der Natur. Dabei werden dem Abwasser große Mengen von sog. Belebtschlamm zugefügt. Die darin enthaltenen Bakterien wandeln unter Zufuhr von Sauerstoff die Schmutzstoffe in Kohlendioxid und andere Stoffwechselprodukte um. Dann wird der Belebtschlamm von den gereinigten Abwässern getrennt. Der in Mengen anfallende Klärschlamm wird auf ökologische Unbedenklichkeit geprüft und auf Deponien gelagert.