Abschuss libyscher Flugzeuge und Kriegsrecht in Polen – Attentate auf Reagan, Sadat und den Papst

Abschuss libyscher Flugzeuge und Kriegsrecht in Polen – Attentate auf Reagan, Sadat und den Papst
Festnahme von John Hinckley jun. nach den Schüssen auf Reagan. By Sebastião Salgado [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1981:

Als ein Zeichen für den aggressiven außenpolitischen Kurs der USA unter Reagan wird in der Öffentlichkeit der Abschuss zweier libyscher Maschinen durch US-amerikanische Kampfflugzeuge im August gewertet. Der Zwischenfall in der von Gaddafi als Hoheitsgewässer beanspruchten »Großen Syrte« soll die Vormachtstellung der USA im Mittelmeer unterstreichen und den vermeintlichen Erzfeind der USA in seine Schranken weisen.

Die UdSSR zeigt ebenfalls ihre Muskeln, als sie im Dezember die polnische Regierung veranlasst, das Kriegsrecht über das Land zu verhängen und damit den Demokratisierungsbemühungen der unabhängigen Gewerkschaft »Solidarität« ein jähes Ende setzen.

Die allgemein instabile Lage in der Welt unterstreichen drei Attentate, die 1981 die Öffentlichkeit erschüttern. US-Präsident Ronald Reagan und Papst Johannes Paul II. werden durch Revolverkugeln schwer verletzt, die Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar As Sadat führt zu einer Verunsicherung der gesamten Nahostregion.