Gegen eintönige Wohnsiedlungen

Architektur 1981:

Der US-amerikanische Architekt Charles W. Moore unterstreicht mit seinem Entwurf der Wohn- und Freizeitanlage am Tegeler Hafen in Berlin (West), dass Wohnsiedlungen nicht immer starr und uniform sein müssen. In seinem Projekt, das er für die Internationale Bauausstellung (IBA) entwirft, gelingt ihm in idealer Weise eine Verbindung von Formelementen aus verschiedenen Jahrhunderten und passt sie den äußeren, regionalen Gegebenheiten an.

Die Hundstage im August treiben die Städter in die Parks und bringen in der bayerischen Landeshauptstadt München nackte Tatsachen ans Licht: Am Olympiastadion und besonders an der Isar im Englischen Garten genießen zum Verdruss der katholischen Moralapostel vor allem an den Wochenenden Tausende von Anhängern der Freikörperkultur unverhüllt das schöne Sommerwetter. Um diese Entwicklung einzudämmen, hatte die Stadtverwaltung den Nackten ein eigens für sie abgegrenztes Stück am Ufer eines Baggersees zugedacht. Doch reicht das Gelände bei weitem nicht aus, so dass die Sonnenanbeter schon bald wieder die Grünflächen in der Stadt vereinnahmen. »Eine nackte Unkultur«, »eine nackte Geschmacklosigkeit« sei das, schimpft der Münchner Katholikenrat, es komme noch so weit, dass man am Ende womöglich noch »Reservate für die Anständigen« erkämpfen müsse.